Brechsand als Alternative zu Flusssand

Ein großer Teil des Sands, mit dem die Region Kaliyal in Indien beliefert wird, stammt traditionell aus Flüssen. Aufgrund des wachsenden Drucks, die Auswirkungen solcher Aktivitäten auf die Umwelt zu reduzieren sowie einer immer strengeren Gesetzgebung suchen die Unternehmen nun nach alternativen Verfahren zur Herstel­lung der Sandpro-dukte, um den Bedarf der Region zu decken.

 

Ein in Kaliyal aktives Unter-nehmen ist Poabs Granite Products, das seit 1986 auf dem Steinbruchsektor tätig ist. Vor kurzem hat diese Firma eine neue Sandwasch­anlage mit einer Leistung von 100 t/h (Bild 1) von CDE Asien mit Hauptsitz in Kalkutta installiert. Poabs Granite benötigte diese Anlage, um dem wachsenden Bedarf an Brechsand für die Fertigung von Beton gerecht zu werden. Zuvor betrieb Poabs eine große Brecherei in Kaliyal, in der der Stein auf die spezifizierte Größe von Brechsand zerkleinert wurde. Das Problem dabei be-stand in dem hohen Prozentsatz an Unterkorn < 150 µ. Da es strenge Grenzwerte bezüglich der in diesem Bereich zulässigen Materialmenge bei Beton-sand gibt, musste Poabs die bestehende Anlage entsprechend anpassen.

 

Evowash ist ein kompaktes System, das einen speziellen, mit Gummi ausgekleideten Hydrozyklon, ein Hochfrequenzent-wässerungssieb sowie eine Schlammumlaufpumpe in einer Anlage vereint. Das gewaschene Sandprodukt wird mit einem Feuchtigkeitsgehalt von ca. 12 % ausgetragen. Das ist wesentlich weniger als bei anderen verfügbaren Sandwasch­anlagen und bringt dem Kunden beachtliche Vorteile, da das Material direkt vom Band marktfertig ist.

Das unerwünschte Feinkorn wird aus der Evowash Anlage mit dem Zyklonüberlauf ausgetragen. Bei vielen Anlagen wird dieses Abfallmaterial einfach in Teiche bzw. Abwasserteiche vor Ort entsorgt. Dies bedeutet zusätzliche Kosten für den Anlagenbetrieb, denn die Teiche müssen regelmäßig gesäubert werden, was zum Stillstand der Anlage und einem Produktionsverlust führt. Daher sollte auch eine Wasseraufbereitungsanlage zur Vorbehandlung in der Anlage errichtet werden. Darüber hinaus sollten die Auswirkungen der neuen Anlage auf die Umwelt so gering wie möglich gehalten werden. CDE konnte diesen An­forderungen von Poabs Granite durch den Einsatz des Eindickers AquaCycle (Bild 2) gerecht werden. Dieses System hat sich in vielen Anlagen von CDE in Irland, Großbritannien, Europa und im Mittleren Osten sowie auch in vielen seiner Eisenerzwäschen in Indien bewährt. Es gibt den Betreibern ein Mittel in die Hand zur beachtlichen Reduzierung so­wohl der erforderlichen Wassermenge als Teil des Sand­waschbetriebs als auch der Menge an Abfallmaterial, das in der Anlage erzeugt wird.

 

Der in diesem Fall eingesetzte AquaCycle ist das Modell A400, der 400 m³/h eingeschlämmtes Unterkorn von der Evowash Anlage behandeln kann. Der Ein-satz dieser Ausrüstung reduziert die Menge an erforderlichem Frischwas-ser für die Waschanlage um 80-90  %. Die spezifischen Zahlen für die Anlage von Poabs zeigen eine Reduzie-rung von 85  % an. Wenn das eingeschlämmte Ma-terial in den Eindickerbe-hälter eintritt, wird eine kleine Menge an polymerem Flockungsmittel zugesetzt. Dieses veranlasst das Unterkorn im Schlamm sich zusammenzuballen und auf den Boden des AquaCycle-Behälters zu sinken. Eine Reihe von Rechen am Behälterboden sorgt für ein Informations-feedback bezüglich der Schlammdichte zur SPS-Schalttafel sowie zur Auslösung des Schlammaustrags zur Lagerung. Unterdessen fließt das saubere Wasser oben über den AquaCycle-Behälter, bevor es zu einer Wasser-Recycling-Anlage vom Typ AquaStore geleitet wird, von wo es zur Waschanlage zurückgeführt wird.

 

CDE Ireland Ltd., Cookstown (IRL),

Tel.: +44 28 8676 7900, www.cdeglobal.com

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