Allrounder

Aufbereitung von mineralischen Abbruch- und Baustoff-Recycling-Materialien

Seit Juli 2019 ist bei der Alois Miller bzw. Schwaben Recycling (SRC) GmbH eine Giporec R 100 FDR Giga im Einsatz. Qualität und Produktivität – das sind zwei wesentliche Merkmale, mit denen der raupenmobile Prallbrecher seine neuen Eigentümer schon in kurzer Zeit mehr als überzeugen konnte.

Der Familienbetrieb setzt sich eigentlich aus vier Unternehmen zusammen: Zum einen die Alois Miller Erdbau und Abbruch GmbH – der Name allein erklärt schon die Schwerpunkte der Unternehmenstätigkeit, und dann die 2014 gegründete Schwaben Recycling GmbH, die pro Jahr rund 50 000 t güteüberwachtes Recyclingmaterial produziert. Als Entsorgungsfachbetrieb bietet die SRC auch Containerdienste an. Dritter im Bunde ist die 2011 ins Leben gerufene Solarpark Miller UG, die neben den komplett bepflasterten Solardächern auch drei Freiflächen-Solarparks mit einer Gesamtleistung von 4 Mw betreibt, und schließlich gibt es noch die Rubber Recycling GmbH, die sich mit der Aufbereitung von Gummi-Abfällen aus der Automobilindustrie beschäftigt. Neben Recycling und Sonnenstrom betreibt Miller auch sein eigenes Biomasse-Heizkraftwerk.

Der raupenmobile Prallbrecher Giporec R 100 FDR Giga mit einer angeschlossenen Siebeinheit wird bei der Alois Miller – Schwaben Recycling GmbH ausschließlich für Recyclingmaßnahmen eingesetzt. Das umfasst die Aufbereitung der angelieferten mineralischen Abbruch- und Baustoff-Recycling-Materialien auf dem eigenen Recyclinghof wie auch den Einsatz auf den entsprechenden Baustellen vor Ort. Motorseitig ist ein moderner Caterpillar-Dieselmotor Typ C9 Acert mit 261 kW bzw. 350 PS mit integriertem Partikelfiltersystem eingebaut. Herzstück ist der sehr robuste und leistungsfähige Prallbrecher vom Typ P 100 mit einem Prallmühlen-Einlauf von 970 x 920 mm und einem Rotordurchmesser von 1200 mm. Diese vielfach bewährte Gipo-Prallmühle ist mit einer großen Nachsiebmaschine kombiniert, die gerade im Recyclingeinsatz eine Menge an Vorteilen bringt.

Der Brecherantrieb erfolgt hydraulisch. Mit der separaten 2-Deck Vorabsiebung erreicht man eine Steigerung der Endproduktqualität durch das Ausscheiden des verschleißintensiven Feinmaterials, des plattigen Korns und eventueller Verunreinigungen. Damit wird nicht nur die Brechleistung erhöht, sondern ebenso der Verschleiß verringert.

Der Brecheraustrag erfolgt über die bewährte Austragsrinne und ein Förderband mit einer Gurtbreite von 1200 mm. Dieses breite Austragsband verhindert lästige Materialstauungen unter dem Rotor und an den Übergabestellen, zugleich wird die Materialschichthöhe wesentlich reduziert. Dies macht sich speziell im Recyclingbereich positiv bemerkbar, da eventuell vorhandene Eisenteile noch besser vom Überbandmagnetscheider erfasst werden können. Der Permanentmagnet ist dabei in der Längsrichtung beim Übergang vom Förderband auf den Brecheraustrag der Siebmaschine angeordnet. Das gebrochene Material wird anschließend von der großen 2-Deck Siebmaschine mit einer Siebfläche von 1500 x 3500 mm abgesiebt. Das Überkorn kann wahlweise seitlich ausgetragen oder in die Aufgaberinne zurückgeführt werden. Das Förderband zur Überkornrückführung kann als Haldenband auf einer stabilen Drehkonsole um 180 ° hydraulisch geschwenkt werden.

Im Überkornkornkreislauf ist ein Windsichter installiert. Damit werden Leichtstoffe wie Holz, Kunststoff und andere leichte Fremdmaterialien mit Hilfe einer speziellen Luftdüse aus dem Materialstrom ausgeblasen. Das Materialflusskonzept selbst vermeidet wie bei den anderen Gipo-Anlagen eine Verengung des Materialstromes, die Systembreiten der Förderelemente „öffnen“ sich in Materialflussrichtung. Das einfache An- und Abkuppeln der Siebeinheit an die Brechanlage erfolgt mittels Hydraulikzylinder ohne fremdes Hebegerät. Dank der guten Zugänglichkeit ist ein einfaches und schnelles Wechseln der Siebbeläge problemlos möglich.

„Bei Gipo sieht keine Maschine wie die andere aus, wir konzipieren alle Maschinen immer genau auf die Bedürfnisse der Kunden“, erläutert ergänzend Marco Cammarata, Außendienst-Mitarbeiter der GIPO AG. Das wird auch bei dieser Anlage deutlich, wie Bernhard Miller sogleich bestätigt: „Um die Anlage auf unserem vorhandenen Tieflader transportieren zu können, musste Gipo das Chassis entsprechend modifizieren. Damit konnte der notwendige Permanentmagnet auch an der gewünschten Stelle installiert werden, und noch wichtiger, die Gewichtsverteilung mit dem leicht geänderten Rahmen passt wieder optimal.“

Die Schwaben Recycling GmbH produziert aus den getrennt gelagerten Stoffgruppen Asphalt, Bauschutt und Beton unter anderem drei zertifizierte Endprodukte, wie uns Betriebsleiterin Daniela Fischer zeigt: „Das sind RC-Mix 0/56 aus den Inputstoffen Ziegel und Beton, RC-Beton 0/56 und RC-Asphalt 0/16. Gerade hier müssen die Normwerte strikt eingehalten werden, und allein in der kurzen Zeit mit der Giporec haben wir schon festgestellt, dass mit den Siebmöglichkeiten, dem Magneten und natürlich dem Windsichter ganz andere Materialqualitäten erreichbar sind.“

www.gipo.ch

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