Plus durch Aufrüstung der Aufbereitungsanlage

Eine Aufrüstung der vorhandenen Aufbereitungsanlage am Steinbruch Draperstown, der von Creagh Concrete betrieben wird, hat 4 Mio. t Material abbaubar gemacht und die Lebensdauer des Steinbruchs um 10 Jahre verlängert.

Creagh Concrete ist der größte zu Lande tätige Erzeuger von Sand- und Kiesmaterial in Nordirland. Der Sand und die Zuschlagstoffe, die Creagh Concrete an verschiedenen Standorten produziert, werden für die Herstellung verschiedener Betonwaren sowie für Transportbeton eingesetzt. „Wir produzieren derzeit jährlich 500 000 t an Material, von denen 75 % intern eingesetzt und die verbleibenden 25 % im lokalen Markt verkauft werden“, erklärt Willie Doherty, Divisional Director bei Creagh Concrete.

Die Aufrüstung der vorhandenen Aufbereitungsanlage von CDE war erforderlich, da eine Lage sehr schwer verarbeitbaren Materials in der Nähe des Grubenbodens freigelegt wurde. Das Material konnte in der vorhandenen Brech-, Sieb- und Aufbereitungsanlage nicht mehr effizient verarbeitet werden, da es sehr große Anteile an plastischem Ton enthält. „Mit unserem vorhandenen Aufbereitungssystem konnten wir aus dem Rohmaterial keine werthaltigen Stoffe extrahieren“, so Colm Scullion, Steinbruchbetriebsleiter bei Creagh Concrete. „Da wir in unserer Anlage kein geeignetes Attritionssystem hatten, haben wir uns an CDE gewendet, um von ihnen eine geeignete, angepasste Lösung zu bekommen.“ Es folgten umfangreiche Gespräche mit dem CDE-Projektentwicklungsteam, und das Ergebnis war eine Vereinbarung über eine Aufrüstung der vorhandenen Anlage in zwei Stufen. Die erste Stufe umfasste eine Aufrüstung des vorhandenen Wasseraufbereitungs- und -­recyclingsystems. Die zweite Stufe umfasste den Ersatz des vorhandenen AquaCycle A400 Eindickers durch den AquaCycle A1500.

Der AquaCycle A1500 im Steinbruch Draperstown ist weltweit die erste Installation dieses neuen Eindickers, der speziell für diese Anwendung entwickelt worden war (Bild 1). Im Gegensatz zu vielen anderen Fällen, für die der AquaCycle Eindicker spezifiziert wurde, war hier die treibende Kraft nicht ein Problem mit der Wasserversorgung, sondern die Umweltbelange, welche im Mittelpunkt des Entscheidungsprozesses bei Creagh Concrete stehen (Bild 2). Nachdem die Aufrüstung der Wasseraufbereitung abgeschlossen war, wurde der zweite Schritt der Anlagenaufrüstung umgesetzt. Teil dieser Maßnahme waren die Einführung des semi-mobilen Schwertwäschers AggMax und der Sandaufbereitungsanlage EvoWash. Im AggMax System sind ein Siebrost, die RotoMax RX150S Schwertwäsche und der EvoScreen Entwässerungssieb auf einem einzigen Unterbau kombiniert.

Die Anlage akzeptiert gegrabenes Material mit einer Körnung unter 75 mm, das an der Steinbruchwand vorgesiebt wurde. Material mit einer Körnung über 75 mm wird über den vorhandenen Backenbrecher zerkleinert. „Einer der Schlüssel zum Erfolg für die neue Anlage war das Anliefern des frisch gegrabenen Materials“, erklärt Paul O’Neill, CDE Projektmanager für diese Installation. „Nach unserer Erfahrung lässt sich schwer tonhaltiges Material praktisch gar nicht verarbeiten, wenn es verhaldet und Regen ausgesetzt wird.“

Alles Material unter 75 mm wird in einen Aufgabetrichter gefüllt und zur AggMax transportiert, wo ein Siebrost übergroßes Material aussiebt. Sobald das Aufgabegut in den RotoMax gelangt, wird es extremer Attrition ausgesetzt, um den Ton zu zerreiben. Das Material zwischen 5 und 75 mm wird dann entwässert, während das Material zwischen 0 und 5 mm in die Sandaufbereitungsanlage EvoWash gefördert wird. Das Material zwischen 5 und 75 mm wird dann zur vorhandenen Siebanlage gefördert und in verschiedene Zuschlagstoffgrößen klassiert, wie sie Creagh Concrete in ihrem eigenen Betrieb für Betonfertigteile und Transportbeton benötigt.

Die neue Aufbereitungsanlage verarbeitet aufgrund der Schwankungen in der Zusammensetzung des Aufgabeguts zwischen 100 und 150 t/h. Wie Paul O’Neill erläutert: „Wenn das Aufgabegut einen höheren Anteil an Material unter 5 mm Körnung enthält, wird die Aufgabekapazität verringert, während ein großer Anteil an Zuschlagstoffen zwischen 5 und 75 mm eine höhere Aufgaberate ermöglicht. Basierend auf einer umfangreichen Materialprüfung wissen wir, dass die Reserve aus 30 % Schluff und Ton sowie je zur Hälfte aus Sand und Zuschlagstoffen besteht.“

Nach der erfolgreichen zweistufigen Aufrüstung der Anlage wird Creagh Concrete auch in absehbarer Zukunft eine Reihe verschiedener Sand- und Zuschlagstoffprodukte aus dem Steinbruch Draperstown gewinnen können (Bild 3). Vor Installation der neuen Anlage betrugen die Gewinnungskosten der Reserve für Creagh Concrete 1 £ pro Tonne verarbeiteten Materials basierend auf dem Kaufpreis für den Steinbruch aus dem Jahr 1991. Die neue Anlage hat die Kosten auf 0,25 £ pro Tonne gesenkt. „Dadurch ist die Aufrüstung der Aufbereitungsanlage eine unserer besten Investitionen“, schließt Gerard McKeague.

www.cdeglobal.com

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