Stark im Asphaltrecycling

Vereinte Kräfte durch MOBISCREEN MSS 502 EVO, Prallbrecher MOBIREX MR 100 NEO und zwei MOBIBELT Haldenbänder

Mit einer durchdachten Prozesskette innovativer Maschinen und digitaler Lösungen gelingt die Wiederverwertung von Ausbauasphalt effizient und normgerecht. Dabei spielt ein Kleemann Anlagenzug eine zentrale Rolle: Die Aufbereitung des gefrästen Materials erfolgt präzise, leistungsstark und wirtschaftlich. Gleichzeitig kann vom umfassenden Komplettangebot der Wirtgen Group profitiert werden.

 

Vom Ausbau zum Neuprodukt

Mit dem neuen Kleemann Anlagenzug bestehend aus Grobstücksiebanlage MOBISCREEN MSS 502 EVO, Prallbrecher MOBIREX MR 100 NEO und Haldenband MBT 20 können homogene Fraktionen aufbereitet werden – so entstehen Zuschlagstoffe, die den Normanforderungen für den Wiedereinsatz im Asphaltmischgut entsprechen. Der Anlagenzug reiht sich in den Kreislauf ein: Das Zusammenspiel beim Asphaltrecycling beginnt mit dem selektiven Fräsen. Deck-, Binder- und Tragschicht werden mit Wirtgen Fräsen getrennt ausgebaut, was die Qualität des Recyclingmaterials erhöht. Nach dem Sieben und Brechen mit dem Kleemann Anlagenzug kommt das Material in die Asphaltmischanlagen. Hier wird das aufbereitete Material Teil des neuen Asphaltmischguts. Maschinen von Vögele und Hamm schließen den Kreis mit Einbau und Verdichtung. So ergibt sich vom Ausbau über die Aufbereitung bis hin zur Wiederverwendung ein stimmiger, effizienter Kreislauf.

 

Der Kleemann Anlagenzug

Den neuen Kleemann Anlagenzug hat das Bauunternehmen Kutter im Allgäu nahe Memmingen im Einsatz. Zuerst wird der ausgebaute Asphalt auf die Grobstücksiebanlage aufgegeben. Aufgrund der Lagerung entstandene große Schollen, mit > 500 mm, aus dem Fräsgutmaterial werden vorher zerkleinert. Der Gesamtprozess besteht aus einzelnen Stufen: Die Grobstücksiebanlage wird mit dem Fräsgut 0 – 120 mm beschickt. Die MSS 502 EVO liefert ein sofort verwertbares Endprodukt, welches den höchsten Bitumenanteil beinhaltet. Das zweite Produkt der MSS 502 EVO wird über das Mittelkornband und das Haldenband MBT 20 an der MR 100 NEO „vorbeigeschleust“ und dem Endprodukt der MR 100 NEO beigemischt. Das dritte Produkt der MSS 502 EVO, das Überkorn, wird an die MR 100 NEO übergeben, die ein weiteres Endprodukt herstellt. So entstehen homogene Endprodukte, welche der Asphaltmischanlage mit maximaler Zugaberate zugeführt werden. Ein weiteres Haldenband MBT 24 sorgt für eine größere Materialaufhaldung.

Simone Eichiner, Leiterin Asphaltmischanlagen bei Kutter, ist mit der Leistung sehr zufrieden: „Brecher und Siebanlage liefern ein Material, was reduzierte Feinanteile besitzt und die Anforderungen der gewünschten Sieblinie besser erfüllt. Das ist für normgerechte Asphaltmischungen wichtig. Zudem reduzieren der geringe Kraftstoffverbrauch bei gleichzeitig gestiegenen Stundenleistungen die Betriebskosten.“ Für das Unternehmen mit verschiedenen Standorten ist es auch von Vorteil, dass die mobilen Kleemann Anlagen schnell umsetzbar sind und sich unterschiedlichen Baustellenbedingungen anpassen.

 

Starke Leistung fürs Recycling

Der Kleemann Anlagenzug verarbeitet bis zu 240 t/h. Nach der Zerkleinerung im Brecher wird das Material in zwei definierte Endkörnungen getrennt: 0 – 11 mm für Deck- und Binderschichten und 0 – 22 mm für Trag- oder Binderschichten. Beide Fraktionen werden dem Asphaltmischwerk zugeführt und dort im neuen Mischgut eingesetzt.

Thomas Guggenmoser, Anwender an der Maschine, freut sich über die gute Handhabung und schnelle Brecheröffnung dank Lock & Turn Quick Access: „Das System ermöglicht eine schnelle und sichere Öffnung des Brechers für Wartung und Kontrolle, das bewährt sich im täglichen Einsatz wirklich. Wir haben wenig Stillstand und sparen Zeit und Nerven. Insgesamt ist der Zugang zu zentralen Wartungspunkten wirklich sehr gut.“

Auch SPECTIVE CONNECT bewährt sich vor Ort. Die digitale Anwendung liefert Echtzeitinformationen zu Verbrauch, Produktionsleistung, Auslastung und möglichen Störungen. Durch die präzise Fehlerlokalisierung lassen sich Unterbrechungen im laufenden Betrieb deutlich schneller beheben. Thomas Guggenmoser kann somit den Anlagenzustand jederzeit einsehen. „Das macht alles effizienter und vermeidet unnötige Wege und Unterbrechungen.“

 

Vom Blick aufs Ganze profitieren

Nicht nur die Leistung einzelner Maschinen, sondern der Blick aufs Ganze vom Ernten des RC-Materials bis zum fertigen Asphalt ist entscheidend. Die Wirtgen Group mit Wirtgen, Vögele, Hamm, Kleemann und Benninghoven bietet das vollständige Maschinen- und Anlagenportfolio aus einer Hand. Dabei hat Kutter vor allem die Anwendungsberatung über die einzelnen Marken hinweg zu schätzen gelernt. „Dieses Zusammenspiel optimiert den Gesamtprozess. In der Beratung wird über den Tellerrand geschaut. Die Anwendung steht im Fokus und nicht Einzelprodukte. Das hat sich als enormen Vorteil erwiesen“, so Simone Eichiner. „Der technische Support, die schnellen Ersatzteillieferungen, die Schulungen für digitale Tools, da greift alles sehr gut ineinander.“

www.wirtgen-group.com

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