WLE-Wagons für WESTKALK modernisiert

Die Güterwagen im Kalkverkehr zwischen Warstein und Beckum erhalten ein neues Outfit und zugleich ein technisches Update. Das Warsteiner Familienunternehmen WESTKALK nutzt gemeinsam mit der Westfälische Landes-Eisenbahn (WLE) turnusmäßige Werkstattaufenthalte, um beschädigte Beschriftungsfolien zu erneuern, moderne Lackierungssysteme zu testen und die Flotte perspektivisch auf kommende digitale Standards vorzubereiten.

Praktikantin Svea Matthiä (Werbetechnik MFG, Warstein) hilft bei der Neu-Folierung der WESTKALK-Wagons in der WLE-Halle in Lippstadt
© WESTKALK

Praktikantin Svea Matthiä (Werbetechnik MFG, Warstein) hilft bei der Neu-Folierung der WESTKALK-Wagons in der WLE-Halle in Lippstadt
© WESTKALK
Mehrere Schüttgutwagen, die mit imageprägenden WESTKALK-Texten („Wir bringen Steine ins Rollen“) versehen sind, hatten in den vergangenen Jahren unter Wind und Witterung gelitten. Die Folien werden nun sukzessive ersetzt; der erste Wagen präsentiert sich bereits vollständig im neuen Erscheinungsbild. Angebracht wurden die ersten neuen Folien von der Warsteiner Werbetechnik-Firma MFG während eines Werkstattaufenthaltes bei der WLE in Lippstadt. Für WESTKALK sind die Wagen nicht nur Transportmittel, sondern sichtbare Markenbotschafter entlang der Strecke und in den Industrieanlagen der Region.

Die Instandsetzung wird zugleich genutzt, um weiterentwickelte Lackierungssysteme zu erproben. Der Kalkverkehr stellt hohe Anforderungen an Material und Oberfläche: Feiner, alkalischer Staub, mechanische Beanspruchung, UV-Strahlung und Feuchtigkeit greifen Beschichtungen der Wagons dauerhaft an. Gemeinsam mit der WLE werden daher moderne Beschichtungssysteme getestet, die eine höhere Abrieb-, UV- und Korrosionsbeständigkeit versprechen. Ziel ist es, Wartungsintervalle zu verlängern und die Substanz der Wagen langfristig zu sichern.

Parallel richtet sich der Blick auf die technologische Zukunft des Schienengüterverkehrs. Die WLE begleitet die europäische Entwicklung der sogenannten Digitalen Automatischen Kupplung (DAK), die langfristig die klassische Schraubenkupplung ablösen soll. Die DAK verbindet mechanisches Kuppeln mit pneumatischen, elektrischen und digitalen Leitungen und schafft damit die Grundlage für automatisierte Bremsproben, Zustandsüberwachung und weitergehende Digitalisierung im Güterverkehr.

Für den schweren Ganzzugverkehr zwischen Warstein und Beckum, der durch hohe Zuggewichte geprägt ist, steht weniger die Beschleunigung von Rangierprozessen im Vordergrund als vielmehr die Perspektive höherer Arbeitssicherheit und zusätzlicher digitaler Diagnosemöglichkeiten. Eine flächendeckende Einführung ist europaweit noch nicht beschlossen; Fragen der Finanzierung, Standardisierung und Umsetzung werden derzeit weiterentwickelt. WESTKALK begrüßt die Modernisierungsbestrebungen und verfolgt die nächsten Schritte gemeinsam mit der WLE aufmerksam.

Mit der Kombination aus erneuerter Markenpräsenz, innovativer Oberflächentechnik und der perspektivischen Einbindung digitaler Kupplungssysteme unterstreicht die WESTKALK ihren Anspruch, die Logistik zwischen Warstein und Beckum nachhaltig, sicher und zukunftsorientiert zu gestalten.

www.westkalk.de

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