Neue mobile Eisenerzwaschanlage in Indien

Eine neue mobile Eisenerzwaschanlage für Bhushan Power & Steel führt zu einer wesentlichen besseren Ausbeute von Fe durch die effektive Entfernung von Aluminiumoxid und Siliciumdioxid aus dem Aufgabegut. Die Installation der Waschanlage M2500 (Bild 1) von CDE Asia im Werk von Bhushan Power & Steel in Orissa/Indien führte zu einer Erhöhung des Anteils an Fe von 58,24 % auf 63,2 %, was in nachgeschalteten Prozessen wesentliche Effizienzeinsparungen mit sich brachte. Die Zunahme an Fe wurde erreicht durch eine 37 %-ige Reduzierung des Aluminiumoxids von 4,3 % auf 2,7 % sowie eine 32 %-ige Reduzierung des Siliciumdioxids von 6,6 % auf 4,5 %. Dr. Arabinda Bandyopadhay von CDE Asia kommentierte diese Ergebnisse wie folgt: „Die Erhöhung an Fe führen zu einer Reduzierung des Kohleverbrauchs von rund 5 % während der einzelnen Prozesse der Stahlproduktion, was für Bhushan Power & Steel eine wesentliche Erhöhung der Effizienz darstellt.“ Dieses Projekt stellt die Vervollständigung einer größeren Initiative der Produktentwicklung zur Aufbereitung von Eisenerz durch CDE dar.

 

„Der Erfolg der M2500 bei diesem Projekt zum Waschen von Eisenerz ist Beleg dafür, dass die größeren Produktentwicklungen, die wir in den letzten 12 Monaten eingeführt haben, zu weiteren Möglichkeiten der Anwendung für Eisenerz nicht nur in Indien, sondern in der ganzen Welt führen werden“, sagte Dermot Murphy, der Leiter für strategische Projekte bei CDE Global. Die M2500 wird zur Zeit bei vielen Projekten in Europa, Asien, Ozeanien und Lateinamerika eingesetzt. Die behandelten Materialien sind Sand, Kies, Schotter und grobes Siebgut. Sie wird auch für das Recycling von Baustellenabfall und Bauschutt sowie für das Waschen von Eisenerz eingesetzt.

 

Die neue Eisenerzwaschanlage befindet sich in Sambalpur im Staat Orissa. Neben der mobilen Waschanlage M2500 ist dort auch ein Eindicker vom Typ ­AquaCycle A600 installiert, mit dem es möglich ist, 90 % des Wassers zu recyceln und damit den benötigten Platz für Klärteiche wesentlich zu reduzieren. Die Aufbereitungskapazität der Anlage beträgt gegenwärtig 200 t/h eines Materials der Größe -40 mm, und die gewaschenen Produkte sind Feingut von -5 mm sowie gewaschenes Erz von 5–16mm und +16 mm. Das gewaschene Erz wird dann dem Hochofen aufgegeben.

 

Das Verfahren

Die kompakte, modulare Bauweise der M2500 (Bild 2) machten sie für Bhushan Power & Steel besonders interessant, insbesondere da sie Aufgabe, Sieben, Waschen von Feingut sowie Aufhaldung auf einem Fahrgestell vereint. Zuerst wird das Material -40 mm in den Aufgabetrichter befördert, bevor es mit einem 14 m langen Förderband dem Siebsystem ProGrade zugeführt wird. Ein Setzkasten ist vorn am Aufgabeförderer angebracht, um dem Material genügend Wasser zuzuführen und damit ein wirksames Sieben zu garantieren. Anschließend wird das Material auf das Doppeldeckerbrausesieb ausgetragen, und das gewaschene Erz von +16 mm und 5–16 mm über zwei Flügelförderer aufgehaldet. Die Haldenkapazität beträgt 150 m3.

 

Das Material -5 mm wird vom Siebsumpf zur integrierten Feingutwaschanlage befördert und dem auf den Kunden zugeschnittenen Hydrozyklonenaggregat aufgegeben. Die Gruppe von Hydrozyklonen ist bei diesem Projekt mit einer verschleißfesten Auskleidung vom Typ XTril versehen, die den rauen Bedingungen der Eisenerzaufbereitung entspricht. Das gewaschene Feingut -5 mm wird dann über einen anderen Haldenförderer von 9 m Länge mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 12 % aufgehaldet. Damit ist gesichert, dass das Feingut sehr schnell nach dem Waschen nachgeschalteten Prozessschritten zugeführt werden kann.

 

Nach der Aufbereitung des Eisenerzfeinguts von -5 mm in der dualen Durchlaufwaschanlage wird das Abwasser, das Material von -75 µm (Maschenzahl 200) enthält, dem nebenstehendem Eindicker vom Typ AquaCycle zugeführt, damit das Abwasser zur M2500 recycelt werden kann. Damit wird ein doppelter Zweck verfolgt. Einerseits wird das Volumen von Frischwasser, das für die Waschanlage benötigt wird, reduziert, und andererseits wird der erforderliche Raum für Klärteiche ebenfalls reduziert.

 

Nachdem der Abfallstoff dem Eindicker AquaCycle zugeführt wurde, wird ihm in der Entlüftungskammer ein ­Flockungsmittel zugesetzt. Dieses Flockungsmittel wurde in der Polyelektrolyt-Dosieranlage FlocStation zubereitet, die sich in einer isolierten, 6 m langen Kabine neben dem AquaCycle befindet. Dieses Flockungsmittel unterstützt den Prozess der Schlammsetzung, indem die feinen Teilchen gezwungen werden, sich aneinander zu binden und zum Boden des Tanks abzusinken, wo der Mechanismus Quad­Rake von CDE dafür sorgt, dass die Schlammdichte für den Austrag über die integrierte Schlammpumpe optimiert wird. Inzwischen fließt das recycelte Wasser über eine Staustufe oben am Eindicker AquaCycle und wird dem Kreislauf der Waschanlage wieder zugeführt.
www.cdeglobal.com

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