Persönliche Inbetriebnahme

“Eine extra Prise Herausforderung und ein Quäntchen mehr Erfahrung“

M‌it einem Kundenstamm, der sich über die ganze Welt verteilt, sind die Experten für Fest-Flüssig-Trennung von Bokela oft und viel unterwegs. Sei es zur Inbetriebnahme einer neuen Anlage, oder zur Modernisierung oder Komplettüberholung eines in die Jahre gekommenen Filters. Die „Filtration People“ sind gerne nah dran – an den Anforderungen ihrer Kunden, ebenso wie an ihren Filterlösungen. Nicht nur in Zeiten einer globalen Pandemie kommt es dabei zu Herausforderungen, die sich nicht immer vorausahnen lassen.

 

1 Mit einem solchen speziellen Dampfdruckfilter – bei Bokela BoHiBar genannt – lässt sich, wie in dieser Anlage, auch Naphthalinsulfonsäure filtrieren
© Bokela

1 Mit einem solchen speziellen Dampfdruckfilter – bei Bokela BoHiBar genannt – lässt sich, wie in dieser Anlage, auch Naphthalinsulfonsäure filtrieren
© Bokela
Ein Spaziergang war das nicht für Jürgen Priwitzer, Head of Process Services bei Bokela, der zum Höhepunkt der Corona-Pandemie in China war, um dort eine Filteranlage in Betrieb zu nehmen – und nach seiner Einreise zunächst vier Wochen unter Quarantäne gestellt wurde. Seit fast zwei Dekaden ist Priwitzer weltweit im Einsatz und sorgt dafür, dass Filtersysteme für die Bergbau- und Gewinnungsindustrie, die Kunststoff- und Chemiebranche, sowie für die Bereiche Lebensmitteltechnologie und Pigmente ihre Arbeit aufnehmen können.

 

Filtermodernisierung im Kongo

Denkwürdige Momente und Projekte gab es dabei natürlich einige. Wie sein Revamping-Einsatz im Kongo. Unter „Revamp“ versteht man bei Bokela die Modernisierung und Optimierung alter Filteranlagen. Besonders war hier zum einen, dass die Arbeit in einem von Bürgerkrieg gebeuteltem Land durch Blauhelm-Truppen geschützt wurde. Zum anderen handelte es sich um ein Fremdfabrikat aus den 1960er-Jahren. Dieser Filteranlage wieder Leben einzuhauchen, sodass die gleiche Anzahl Vakuum-Trommelfilter jetzt doppelt so viel Leistung bringt wie zuvor und benötigte besonderes Fingerspitzengefühl. Außerdem musste der Kunden in besonderem Maße mit einbezogen und vor Ort improvisiert werden: „Die Umstände bedeuteten auch einfach, dass die Infrastruktur oder der Maschinenpark, die andernorts selbstverständlich sind, hier nicht zur Verfügung standen“, erklärt Priwitzer. „Gleichzeitig war die Zusammenarbeit von großer Harmonie und einem tollen Arbeitsklima geprägt. Ein einmaliges Projekt in vielerlei Hinsicht.“

 

Hybridverfahren als besondere Herausforderung

2 Gleiche Filterfamilie, anderer Einsatz: Auch bei PTA-Anlagen kommen oft Trommelfilter mit komprimiertem Dampf zum Einsatz und überzeugen durch Effizienz und Wirtschaftlichkeit
© Bokela

2 Gleiche Filterfamilie, anderer Einsatz: Auch bei PTA-Anlagen kommen oft Trommelfilter mit komprimiertem Dampf zum Einsatz und überzeugen durch Effizienz und Wirtschaftlichkeit
© Bokela
Priwitzer persönlich hat eine besondere Schwäche für die Dampfdruckfiltration. Mit diesem innovativen Hybridverfahren werden so trockene Feststoffe erzeugt, dass sich ganz neue Möglichkeiten der Produktvermarktung durch Wiederverwertung von Reststoffen oder wesentliche Verbesserungen im Produkthandling und -transport ergeben. „Perlglanzpigmente, PTA, Eisenerzkonzentrat, Feinkohle. Das sind alles Bereiche wo wir mit einem BoHiBar, also einem Scheiben- oder Trommelfilter zur Druckfiltration herausragende Ergebnisse erzielen können“, so Priwitzer. „Diese Anlagen, gerade wenn komprimierter Dampf zum Einsatz kommt, sind hochkomplex. Deshalb macht die Inbetriebnahme hier besonders viel Spaß. Eine extra Prise Herausforderung und ein Quäntchen mehr Erfahrung sind entscheidend.“ Doch auch Vakuumfilter oder dynamische Crossflow-Filter begleitetet er regelmäßig mit ebenso viel Know-how und Gründlichkeit, wenn sie beim Kunden beginnen, ihre Arbeit aufzunehmen.

 

Experten sind weltweit im Einsatz

„Der oft komplexe Anlagenbau, der Innovationsgeist, vom Laborversuch zur fertigen Produktionsanlage. Das macht die Arbeit für und bei Bokela so spannend. Für mich entscheidend aber ist der enge Kontakt und Austausch mit dem Kunden. Es gibt nichts befriedigenderes, als nach einer langen Nacht mit Stresstests morgens die funktionierende Anlage zu übergeben. Und dann gemeinsam einen heißen Kaffee auf den Erfolg zu trinken“, erklärt Priwitzer mit einem Lächeln. Wenig überraschend ist es da, dass er sich freut, bald – nach Überwindung der Pandemie – auch wieder deutlich mehr Zeit im Ausland zu verbringen, um den Bokela-Kunden ihre Filter zu übergeben.

www.bokela.com

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