Focus Industry

Standzeit von Transportband erhöht

In den Aufbereitungsanlagen der Gewinnungs- und Recyclingindustrie werden die Wälzlager vor echte Herausforderungen gestellt. Die Umgebung ist staubig, und die leistungsstarken Antriebe der Anlagen sind hohen mechanischen Belastungen wie Vibrationen und Stößen ausgesetzt. Wenn unter diesen Umständen häufig Wälzlagerdefekte auftreten, sollte möglichst rasch Abhilfe geschaffen werden.
Ein Beispiel dafür aus der Beratungspraxis von NSK: Der Betreiber eines Steinbruchs setzt für die Klassierung des Materials ein Schwingsieb ein, das über ein Transportband beschickt wird (Bild). Die hintere Umlenkrolle dieses Bandes, das sich über der Siebeinrichtung befindet, ist für das Instandhaltungspersonal schlecht zugänglich – und ausgerechnet dort kam es häufig Ausfällen. Zu den Ursachen hierfür gehörte die extreme Staubentwicklung an der Siebeinrichtung, die dazu führte, dass abrasiver Staub in die Lagerung eindrang. Ein zweiter Grund war die Schmierung der Lager, die aufgrund der schlechten Zugänglichkeit nur unregelmäßig durchgeführt wurde. Das grundlegende Problem war jedoch die Verwendung von Gehäuselagern in freiliegender Konstruktion. NSK empfahl den Ersatz der vorhandenen Wälzlager durch selbstschmierende Self-Lube® Lager der RHP-Baureihe und die Implementierung eines verbesserten Schmierungs-Managements. Das Eindringen von abrasivem Staub als zweite Schwachstelle wurde dadurch behoben, dass diese Baureihe der Self-Lube® Lager mit einer Dreifachdichtung ausgestattet ist, die die Lager wirksam vor Außeneinflüssen schützt. Nach der Umsetzung dieser Maßnahmen wurde eine deutliche Steigerung der Lagerstandzeit registriert: Während die Lager vorher im Durchschnitt alle vier Monate ausfielen, sind die neuen Lager nun schon zwei Jahre störungsfrei in Betrieb.

NSK Deutschland GmbH, Ratingen (D), Tel.: +49 2102-481-0, www.nskeurope.de

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