Steinbruch Sooneck segelt auf Erfolgskurs

Die Hartsteinwerke Sooneck GmbH (Trechtingshausen bei Bingen nahe der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz) ist mit der Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2022 „außerordentlich zufrieden“ und gibt sich auch für das Gesamtjahr optimistisch. „Unsere Auslastung ist bis Jahresende gesichert“, erklärt Betriebsleiter Stephan Abraham. Er fügt schmunzelnd hinzu: „Neuaufträge können aber nach wie vor noch angenommen werden.“ 

Besonders hohe Nachfrage erfährt den Angaben zufolge der sogenannte „Rheinstein-Ton“. Der Begriff für das zuvor in der Branche als „Filterkuchen“ bekannte Ton-Schluff-Feinsand-Gemisch aus dem Gestein des Rheinischen Schiefergebirges war erst im letzten Jahr eingeführt worden. Der Rheinstein-Ton eignet sich besonders gut für Dach- und Mauerwerkziegel sowie Fassaden- und Pflasterklinker. „Die hohe Qualität gepaart mit dem neuen Namen zu einem äußerst marktgerechten Preis kommt gut an“, freut sich Stephan Abraham.

  Transportschiff
© de Beijer Group

Transportschiff
© de Beijer Group

Synergien in der de Beijer Group genutzt

Um der steigenden Nachfrage nicht nur nach dem Ton, sondern auch nach anderen Gesteinsgemischen gerecht zu werden, plant die Hartsteinwerke Sooneck GmbH noch in diesem Jahr die Anschaffung eines neuen großen Baggers, zweier Radlader und eines weiteren Muldenkippers. Derart gut gerüstet soll der Vertrieb weiter ausgebaut werden, vor allem in der Rhein-Main-Region und im Ruhrgebiet. Hierzu setzt der Steinbruchbetreiber auf Synergien mit der Firmengruppe de Beijer Group, zu der die Trechtingshäuser Gesellschaft gehört. Der deutsch-niederländische Konzern mittelständischer Prägung betreibt einen Umschlagplatz für Rohstoffe in Duisburg, auf dem künftig auch Gestein aus Trechtingshausen vorgehalten werden soll. Bei Bestellungen aus dem Ruhrgebiet kann die Ware dadurch schneller vor Ort bereitgestellt werden. Das Rhein-Main-Gebiet wird direkt aus dem Steinbruch heraus beliefert. 

Für Großaufträge aus anderen Teilen Deutschlands und dem Ausland unterhält die Hartsteinwerke Sooneck GmbH eine über Förderbänder an den Steinbruch angebundene eigene Schiffsbeladungsanlage. Die Kombination aus eigenem Abbau und eigener Logistik stellt einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil des mittelständischen Konzerns mit rund 75 Mitarbeitenden dar. Die im Steinbruch gewonnene Quarzitische Grauwacke und der Kalksandstein dienen als Material für zahlreiche bauliche Maßnahmen. Dazu gehören der Beton-, Wasser-, Straßen- und Galabau sowie die keramische Industrie.

 

Herausforderungen durch Lieferengpässe

Als eine „Herausforderung für die nächsten Monate und möglicherweise Jahre“ bezeichnet Betriebsleiter Stephan Abraham allerdings Lieferverzögerungen bei Verbrauchsmaterialien und Ersatzteilen für den Maschinenpark im Steinbruch. „Wir haben uns vorsorglich mit genügend Material bis zum Ende des Jahres eingedeckt“, sagt er und fügt hinzu: „Für die nächsten Jahre haben wir langfristige Versorgungsvereinbarungen getroffen. Aber angesichts der vielfältigen internationalen Unsicherheiten sind wir auf Überraschungen ab dem nächsten Jahr vorbereitet.“

 

Optimistischer Ausblick wegen guter Baukonjunktur

Die de Beijer Group hatte bereits Anfang 2022 einen optimistischen Ausblick auf das laufende Jahr und darüber hinaus gegeben, hatte allerdings auch vor „Bremseffekten“ aufgrund möglicher Materialengpässe gewarnt. Doch vor allem im gewerblichen und im öffentlichen Hochbau, im Straßen- und Wasserbau sowie im Wohnungsbau erwartet die Gruppe ein stabiles Wachstum in den nächsten zwei Jahren. Insbesondere die positiven Markteffekte durch die dringend notwendige Sanierung der öffentlichen Infrastruktur und die drängende Wohnungsknappheit werden als wesentliche Wachstumsfaktoren genannt.

Seit ihrer Gründung legt die de Beijer Group höchsten Wert auf langfristige Beziehungen zu Kunden, Lieferanten und Partnern. Die Kunden erhalten eine umfassende Betreuung von der Beratung bei der Auswahl und Anwendung der Rohstoffe bis hin zur pünktlichen Lieferung am Bestimmungsort. Nach-haltig ist auch beim Abbau und Transport angesagt: Die Gruppe trägt mit Stolz das Nachhaltigkeitssiegel „NL Greenlabel“.

www.debeijer.de

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