Gelungener Einsatz am Jagdbergtunnel

Die Jähnig GmbH aus Dorfhain bei Dresden wurde mit den Arbeiten zur Böschungsbefestigung am West- und Ostportal des Jagdbergtunnels beauftragt. Mit der neuen A4-Trasse von rund 10 km Länge sowie dem Rückbau des alten Autobahnabschnitts wird sowohl der EU-Osterweiterung als auch der Natur im „Leutratal“ Rechnung getragen. Bei dem 300 Mio. € Projekt werden 3,8 Mio. m3 Ausbruchmaterial und Erdmassen bewegt und allein am Ostportal 118 404 m für Anker und Drainagen gebohrt. Mit der Bauleitung für den Spezialtiefbau am Jagdbergtunnel erweitert die Firma Jähnig ihre Vorreiterrolle bei Sicherungsmaßnahmen. Schon bei der Sichtung der Aus­schreibung zeigte sich, dass die Arbeiten als diffizil einzustufen sind. Am Ostportal herrscht überwiegend felsiger Untergrund aus Muschelkalk vor, am West­portal traf man hingegen auf diverse Störungs­zonen. Auf­grund dieses geologischen Profils, sind Bohrung und entsprechende Anker von 7 bis zu 16 m erforderlich.

 

Bei der Auswahl der Technik erwies sich der Sandvik DQ500 mit drehbarem Ober­wagen als ideales Bohrgerät für die anstehenden Arbeiten. Ausgewählt wurde die Variante mit Kabine, um der Sicherheit und Gesundheit der Mitarbei-ter Rechnung zu tragen. Steigende Winkel von 3 bis 5 ° bei Drainagebohrungen und fallende Winkel von rund 20 ° bei Ankerbohrungen sind für das Gerät kein Problem. Im Juni 2008 starteten die Arbeiten am Westportal. Bis Dezember 2010 sollen auch die Arbeiten am Ostportal abgeschlossen sein. Seit Januar 2010 werden täglich 470 m mit der DQ500 Serie gebohrt (Bild). Bei dieser hohen Arbeitsleistung sind die vorgeschriebenen Wartungsinter­valle gut zu koordinieren. Darüber hinaus wird jedes gebohrte Loch dokumentiert. Datum, Kilometrierung, Bohrzeit, Bohrtiefe und Bemer-kung der insgesamt 11 160 Bohrungen werden im Protokoll festgehalten.

Aufgrund der schwierigen Geologie sowie der Wetterver-hältnisse beauftragte Jähnig zusätzlich die Firma Jens Weiss. Diese verwendet das gleiche Bohrgerät, jedoch in der kabinenlosen Ausführung DQ500R, die durch die Funksteue-rung ein besseres Positionieren und Einrichten ermöglicht. 

Sandvik Mining and Construction Central Europe GmbH, Essen (D), Olaf Gruner, Tel.: +49 172 2058 468, E-Mail: olaf.gruner@sandvik.com, www.sandvik.com  

 

x

Thematisch passende Artikel:

Ausgabe 10/2025 Erfolgreiche B2C-Partnerschaft

Hidden Champion mit überlegener Technik

Das Bohren und Sprengen zählt zu den anspruchsvollsten Gewerken in Steinbrüchen. Gerade weil hier eine besondere Expertise gefordert ist, werden diese Arbeiten von den Betreibern mehr denn je an...

mehr
Ausgabe 07-08/2019 Commando™ DC300Ri

Neues Mehrzweck-Bohrgerät von Sandvik für verschiedene Bauanwendungen

S?andvik Mining & Rock Technology ergänzt sein Produktangebot mit einem neuen Übertage-Außenhammerbohrgerät. Der flexible Commando™ DC300Ri lässt sich für eine Vielzahl von Bauanwendungen...

mehr
Ausgabe 09/2018

Bohrgerätetechnik von Sandvik im Einsatz beim Abbau von Muschelkalk

Auch in der Gewinnung und Weiterverarbeitung von Gesteinsprodukten bilden in Deutschland viele Mittelständler das wirtschaftliche Fundament und behaupten sich im harten Wettbewerb. Ein geradezu...

mehr
Ausgabe 03/2025

Sandvik Mining and Rock Solutions

Sandvik präsentiert auf der bauma 2025 seine neuesten Entwicklungen im Bereich Gesteinsgewinnung und -aufbereitung sowie im Berg- und Tunnelbau. Auf dem 450 m² großen Sandvik-Stand können Besucher...

mehr