Qualitätskriterien

Prallzerkleinerung von Betonen mit definierten Eigenschaften

Zusammenfassung: Bauabfälle, die als Recycling-Baustoffe einer Wiederverwertung zugeführt werden sollen, werden in mehreren Verfahrensschritten aufbereitet. Zentrale Bedeutung hat dabei die Zerkleinerung. Sie dient der Korngrößenreduktion. Bei Verbundbaustoffen stellt sie außerdem eine Möglichkeit dar, einen Aufschluss von verbundenen Komponenten zu erreichen. Der Prallbrecher hat sich für die Zerkleinerung von Bauabfällen aus Beton oder auch Mauer­werk bewährt. Dabei hängt das Zerkleinerungsergebnis zum einen von den Beanspruchungs­bedingungen ab. Zum anderen ist zu erwarten, dass auch die Betongüte die erreichte Korngrößenreduktion beeinflussen wird. Dieser Frage wird in dem vorliegenden Beitrag nachgegangen. Verschiedene Betonarten wurden in einer Druckluft­kanone unter definierten Bedingungen durch eine Prallbeanspruchung zerkleinert, um so die betontechnischen Einflüsse auf die erreichte Korngrößenreduktion und den Aufschluss zu erkennen. Aus den Ergebnissen werden Aussagen zur Abhängigkeit zwischen Zerkleinerbarkeit und Druckfestigkeit des zu ­zerkleinernden Betons abgeleitet. Schlussfolgerungen für die Aufbereitung von Betonen mit höheren Festigkeitsklassen als eine der Entwicklungslinien im Betonsortiment werden gezogen.

1 Untersuchte Betonarten

Für die Untersuchungen in der Druckluftapparatur wurden Normalbetone aus Kiesen, Splitten und rezyklierten Ge­steinskörnungen mit abgestufter Festigkeit – entsprechend der zur Zeit der Herstellung gültigen Bezeichnung als B 25, B 35 und B 45 – hergestellt. Die als Zuschlag verwendeten Rezyklate wurden aus sortenreinen Betonprüfkörpern im Labormaßstab erzeugt. Ebenso wurden ein hochfester Beton und ein Leichtbeton in die Untersuchungen einbezogen (Tabelle 1). Die Korn­größen­verteilung der verwendeten Gesteinskörnungen entsprach für alle Betonarten der Sieblinie A/B mit...

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