Kiesel liefert Hitachi EX1900-6 an Amberger Kaolinwerke

Ende Juni 2010 trat der neue Hitachi EX1900-6 im Tagebau des Kaolinwerkes Hirschau/Schnaittenbach der Amberger Kaolinwerke seinen Dienst an. Der 190-t-Bagger mit Tieflöffelausrüstung baut im Reiß-/Ladeeinsatz Rohkaolin ab, das noch vor Ort aufbereitet und veredelt wird. Rohkaolin ist ein feines, eisenfreies, weißes Gestein, das als Hauptbestandteil Kaolinit, ein Verwitterungsprodukt des Feldspats, enthält. Weltweit größter Abnehmer von Kaolin ist die Papierindustrie. Rund zwei Drittel des weltweit produzierten Kaolins gehen in diese Branche.

 

Eine der bedeutendsten europäischen Kaolin-, Quarzsand- und Feldspatlagerstätten befindet sich in der Hirschau-Schnaitten­bacher Senke. Bereits seit 1833 werden Industrie­mineralien in Schnaittenbach und seit 1901 in Hirschau abgebaut. 1993 wuchsen beide Werke zu den Amberger Kaolinwerken zu­sammen, die dann wenige Jahre später ein Tochterunternehmen der Quarzwerke GmbH, Frechen wurden. Modernste Techno­lo­gien werden eingesetzt, um die Roherde mit einem hohen Wirkungsgrad durch aufwändige Klassierung in die Industriemineralien Kaolin, Feldspat und Quarz zu trennen.

Als die Anschaffung eines neuen Baggers für die Förderung der Roherde anstand, entschieden sich die Amberger Kaolinwerke für einen Hitachi EX1900-6 aus Kiesel-Hand. Der EX1900-6 ist einer von wenigen 200-t-Baggern, die in Deutschland aktuell eingesetzt werden. Eine Woche lang bauten fünf Kiesel Spezialisten die Einzelteile zusammen. Der 1 086 PS starke Hitachi EX1900-6 mit 8,30-m-BE-Ausleger und 3,60-m-BE-Stiel wird in Hirschau auf einem 5,60 m breiten Unterwagen mit 800 mm breiten Bodenplat-ten arbeiten. Die Hitachi Maschine zeichnet sich vor allen Dingen durch die hervorragenden Hydraulikfunktionen aus, die einen schnellen und hoch produktiven Ladebetrieb gewährleisten, sowie durch höchste Qualität an Unterwagen, Drehkranz und Antriebsstrang, die die Wirtschaftlichkeit über eine lange Lebensdauer sichern. Zudem tragen auch die komfortable Kabine und zahlreiche bedienungs- und sicherheitsspezifische Verbesserungen dazu bei, den Betrieb und die Wartung weiter zu vereinfachen.

 

Ein weiterer LKW war nötig, um den 16,5 t schweren Fels-Reißlöffel von LOC-matic zu transportieren, der durch seine spezifische Konstruktion und die verwendeten hochfesten Werkstoffe erstklassige Reißkräfte und höchste Füllmomente verspricht. Der verstärkte Innensteg nimmt die Kräfte am vorgezogenen Mittelzahn, die beim extremen Reißeinsatz entstehen, auf (Bild). Das Zahn-System 85SV2 des Kiesel-Systempartner Esco wurde für diesen Einsatz mit einer Wolframcarbid-Schicht versehen und zeichnet sich damit durch überragend hohe Verschleißfestigkeit und eine größtmögliche Wirtschaftlichkeit aus.

 

Kiesel GmbH, Baienfurt (D), Tel.: +49 751 5004-0,

www.kiesel.net

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