Waschanlage für Kristallquarzsand für Tooperang Quarry

Tooperang Quarry hat bekannt gegeben, dass eine Waschanlage für Kristallquarzsand an einem neuen Standort in der Nähe von Adelaide/Südaustralien (Bild 1) errichtet worden ist. Die Anlage wurde von CDE geliefert und produziert Glassand, der bei Owens-Illinois (O-I) für die Herstellung von Glasflaschen in der Anlage des Unternehmens in Adelaide eingesetzt wird.

Die neue schlüsselfertige Anlage umfasst eine Palette von Ausrüstungen des Produktportfolios von CDE, einschließlich der M2500 mit integriertem Gegenstromklassierer (CFCU), Feingutrückgewinnungsanlage EvoWash, Siebe für Feinsand, Abriebzellen und -spiralen. Zur Anlagenkonfiguration gehört auch ein Eindicker vom Typ AquaCycle, der das Volumen an erforderlichem Frischwasser für die Waschanlage um mehr als 90 % reduziert. Die Aufgabemenge für die Anlage beträgt 100 t/h. In der Anlage werden 50 t/h Glassand und zusätzlich 30 t/h Betonsand produziert. Das Aufgabegut für die Anlage hat eine Größe von 120 mm, womit der Schütttrichter der M2500 beschickt wird. Dieses Material wird dann zum integrierten Doppeldeckwaschsieb ProGrade transportiert. Das obere Deck trägt das Material von 40-120 mm auf eine Halde aus, während das Unterdeck das Material mit einer Größe von 7-40 mm zu einer anderen Halde befördert.

Das Material von 0-7 mm sammelt sich im Sickerschacht des ProGrade und wird dann zu einem Feingutsieb mit fünf Decks gepumpt. Hier wird der Kristallquarzsand bei 0,43 mm gesiebt, und das Material von 0,43-7 mm wird zu einer separaten Sandwaschanlage vom Typ EvoWash transportiert, um die Produktion von Betonsand zu gestatten. In der Zwischenzeit wird das Material von 0-0,43 mm zu einer Feingutrückgewinnungsanlage transportiert. Vom Sammelbehälter wird das Material dann zum integrierten Hydrozyklon gepumpt, der das Material von 63 µm entfernt. Der Überlauf des Zyklons mit dem Abfallgut wird dann zum Eindicker AquaCycle transportiert.

Der Austrag aus dem Zyklon wird zum Entwässerungssieb EvoWash befördert, bevor er zu den Abriebzellen weitergeleitet wird. Die Funktion der Abriebzellen besteht darin, zur Entfernung von Eisenoxid und anderen schädlichen Stoffen aus dem Kristallquarzsand beizutragen. Das Eisenoxid haftet an den Kieselerdeteilchen und muss von deren Oberfläche abgebürstet werden, um später im Prozess entfernt werden zu können. Durch den Einsatz von Spiralklassierern werden dann feuerfeste Schwermineralien und Eisenoxidteilchen vom Kristallquarzsand getrennt. Da diese Teilchen eine höhere relative Dichte als die Teilchen von Kristallquarzsand haben, können die Spiralen die erforderliche Trennung durchführen. Der Rückstand von den Spiralen – ein Sandprodukt, das das abgeschiedene Schwermineral und das Eisenoxid enthält – wird zum Sammelbehälter der Sandwaschanlage EvoWash transportiert und soll als Sandprodukt für Beton eingesetzt werden. Der Schlamm des Kristallquarzsands wird zum Sandsammelbehälter der M2500 transportiert, von wo er zum integrierten Gegenstromklassierer CFCU gepumpt wird.

Der CFCU wird eingesetzt, um die Teilchen <106 mm vom Sand zu entfernen, wie es die Spezifikation verlangt. Der CFCU ist ein Aufstromklassierer, der nach dem Prinzip arbeitet, dass nach oben strömendes Wasser die leichteren Teilchen aufsteigen und die schwereren sinken lässt. Das erleichtert die Entfernung von restlichem Feingut, während der Schlamm des Kristallquarzsands dann zum Entwässerungssieb transportiert wird. Der entwässerte Kristallquarzsand wird mittels eines integrierten Haldenförderers weitertransportiert. Das entfernte Feingut wird zur Rückgewinnung zur Betonsandanlage EvoWash transportiert.

Von einem ursprünglichen Eisenoxidgehalt (Fe2O3) von 0,3 % im Aufgabegut wird nach der Spezifikation von O-I 0,25 % Fe2O3 für den Glassand für farbiges Glas benötigt. Das Endprodukt hat dann weniger als 0,1 % Eisenoxid. Der Fe2O3-Gehalt im Endprodukt Kristallquarzsand ist auf 0,1 % reduziert. Damit wird garantiert, dass die von O-I geforderte Spezifikation in seiner Anlage in Adelaide erreicht wird. „Wir erreichen durchgehend 0,1 %, was wichtig ist, um die Reduzierung des Eisengehalts zu erlangen“, erläuterte Chris McKeown, Projektmanager von CDE. Sowohl der entwässerte Kristallquarzsand als auch der Betonsand werden dann mit Radialförderern von 26 m auf Halde gefahren, was eine Haldenkapazität von 5000 t sichert (Bild 2).

Bei einem Anfangsgehalt von 93 % Kieselerde des ausgebaggerten Materials erreicht das Endprodukt +99 % Kieselerde. Abwasser aus der Anlage wird im Eindicker AquaCycle behandelt, wo 90 % des Wassers für den Umlauf in der Waschanlage rückgewonnen werden. Die Anlage benötigt 400 m3/h Wasser für ihren Betrieb, und der Einsatz des AquaCycle garantiert, dass nur 40 m3/h Auffüllwasser zugeführt werden müssen. Der Schlamm vom Eindicker AquaCycle wird zu Klärteichen vor Ort gepumpt.

Der von Tooperang Quarry produzierte Glassand wird in der Anlage Adelaide von O-I in West Croydon eingesetzt, wo hauptsächlich Weinflaschen für die renommierte australische Weinindustrie hergestellt werden. Die Anlage Adelaide von O-I ist eine von vier Anlagen von O-I in Australien. In seinen vier Produktionsanlagen beschäftigt O-I ca. 900 Menschen und produziert fast 860 000 t verpackter Glasprodukte bzw. etwa 3,4 Mrd. Container pro Jahr.

www.cdeglobal.com; www.o-i.com

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