PLS’ Pilgangoora P1000 etabliert die sensorbasierte Erzsortierung von TOMRA als bewährte Methode für großskalige Lithiumbetriebe
22.06.2026Nach mehreren Jahren kontinuierlichen Betriebs hat sich die sensorbasierte Erzsortierung im Rahmen der P1000-Erweiterung der Pilgangoora-Operation von PLS in Westaustralien von einem Projektmeilenstein zu einem vollständig integrierten Bestandteil der täglichen Hartgestein-Lithiumaufbereitung entwickelt. Die Anlage demonstriert Zuverlässigkeit, gleichbleibende Beschickungsqualität und langfristige Flexibilität bei der Ressourcennutzung im industriellen Maßstab.
Hartgestein-Lithiumabbau am Standort Pilgangoora von PLS in Westaustralien
© TOMRA
Großtechnische Hartgestein-Lithiumbetriebe stehen zunehmend vor der Herausforderung, Durchsatz, Betriebsstabilität und Ressourceneffizienz in Einklang zu bringen, während Projekte weiterwachsen und die Lagerstätten immer komplexer werden. Mit der P1000-Erweiterung der Pilgangoora-Operation von PLS in Westaustralien wurde ein wichtiger Schritt in dieser Entwicklung erreicht. Aufbauend auf der früheren P680-Installation hat das Projekt gezeigt, wie sich sensorbasierte Erzsortierung im großen Maßstab zu einem integralen Bestandteil der täglichen Lithiumaufbereitung entwickeln konnte.
Anstatt als eigenständige Optimierungsstufe zu fungieren, ist die Erzsortierung in Pilgangoora heute Teil der zentralen Aufbereitungsstrategie des Standorts. Dadurch werden eine höhere Prozessstabilität in den nachgelagerten Aufbereitungsschritten sowie ein verbessertes Management geologischer Variabilität über den gesamten Betrieb hinweg ermöglicht.
Die Erzsortierung ist heute Teil der zentralen Aufbereitungsstrategie des Standorts
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Dank mehrjähriger Betriebserfahrung gilt Pilgangoora heute als industrielle Referenz für die Rolle der sensorbasierten Erzsortierung in modernen Lithium-Aufbereitungskreisläufen. Das Projekt zeigt, dass Erzsortierung – wenn sie von Anfang an in der richtigen Größenordnung ausgelegt und in den Prozesskreislauf integriert wird – nicht länger ein Pilotkonzept oder eine Nischenanwendung ist, sondern ein bewährter Ansatz für großtechnische Lithiumbetriebe.
Gavin Rech, Area Sales and Technical Manager bei TOMRA Mining
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„Es gibt einen klaren Unterschied zwischen einer Technologie, die theoretisch funktioniert, und einer Technologie, der Betreiber uneingeschränkt vertrauen“, erklärt Gavin Rech, Area Sales and Technical Manager bei TOMRA Mining. „In Pilgangoora hat die Erzsortierung genau diesen Punkt erreicht. Sie hat den Pilotstatus hinter sich gelassen – nicht aufgrund eines einzelnen Leistungswerts, sondern durch konstant nachgewiesene Leistung im laufenden Betrieb.“
Vom Erweiterungsprojekt zur Referenz für die Lithiumindustrie
Die P1000-Erweiterung bedeutete weit mehr als nur eine Erhöhung der Anlagenkapazität in Pilgangoora. Sie markierte einen strukturellen Wandel im Aufbereitungskreislauf, indem die sensorbasierte Erzsortierung nicht mehr als ergänzende Technologie, sondern als zentraler Prozessschritt integriert wurde. Seit Aufnahme des Betriebs hat sich die Erzsortierung von einem Projektmeilenstein zu einem stabilen und festen Bestandteil des täglichen Betriebs entwickelt und ist heute ein fester Bestandteil des Produktionskonzepts am Standort.
Chris Luke, Head of Operations bei PLS
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„In Pilgangoora stellt dieses Projekt die nächste Phase unseres operativen Wachstums dar“, erklärt Chris Luke, Head of Operations bei PLS. „Es hat uns ermöglicht, unsere Produktionskapazität auf 1 Mio. t/a zu steigern. Noch wichtiger ist jedoch, dass wir damit das volle Potenzial der Lagerstätte erschließen konnten.“
Heute ist die Anlage die weltweit größte Erzsortieranlage für Lithium mit einer Sortierkapazität von mehr als 1000 t/h. Damit unterstreicht sie die zunehmende Bedeutung der sensorbasierten Erzsortierung in der großtechnischen Hartgestein-Lithiumaufbereitung.
Als eine der weltweit größten Hartgestein-Lithiumminen hat Pilgangoora gezeigt, dass sensorbasierte Erzsortierung auch unter kontinuierlichen Hochdurchsatzbedingungen dauerhaft zuverlässig betrieben werden kann. Der TOMRA-Sortierkreislauf fungiert dabei als zentraler Prozessschritt und erfüllt die Anforderungen an Anlagenverfügbarkeit über unterschiedliche Erzbereiche hinweg.
„Der Umfang dessen, was hier umgesetzt wurde, ist enorm“, ergänzt Chris Luke. „Wir betreiben die weltweit größten Lithium-Erzsortierer … Diese Größenordnung verleiht unserem Betriebsmodell Robustheit und stärkt das Vertrauen in unser Betriebsmodell.“
Diese Zuverlässigkeit war entscheidend dafür, Erzsortierung als industriell skalierbare Lösung zu etablieren – und nicht als experimentelle oder spezialisierte Nischenanwendung. Gleichzeitig spiegelt dies einen grundlegenderen Wandel in der Lithiumindustrie wider, in der Erzsortierung zunehmend nicht mehr nur als zusätzliche Optimierungsstufe, sondern als integraler Bestandteil moderner Hartgestein-Lithiumaufbereitung betrachtet wird.
Die Lithiumerz-Sortieranlage von TOMRA hat eine Sortierkapazität von mehr als 1000 t/h
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Mehr Prozessstabilität durch eine besser kontrollierbare Beschickung
Die Beherrschung geologischer Variabilität zählt weiterhin zu den größten betrieblichen Herausforderungen in der Hartgestein-Lithiumaufbereitung, da sie sich unmittelbar auf das Beschickungsverhalten, die Anlagenstabilität und die Rückgewinnungsleistung in den nachgelagerten Prozessschritten auswirkt.
In Pilgangoora hat die großtechnische Erzsortierung die Art und Weise verändert, wie mit dieser Variabilität innerhalb des Aufbereitungskreislaufs umgegangen wird. Durch die frühzeitige Abtrennung von taubem Material und Verunreinigungen, noch bevor das Erz in die nachgelagerten Prozessstufen gelangt, sorgt die Sortieranlage für eine gleichmäßigere und besser vorhersehbare Beschickung der Nassaufbereitung.
Pierre Bille, Processing Technical Service Superintendent bei PLS
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„Aus metallurgischer Sicht hat die Integration der Erzsortierung in die Brech- und Sortieranlage den Betrieb der Brechanlage grundlegend verändert“, erklärt Pierre Bille, Processing Technical Service Superintendent bei PLS. „Durch die frühzeitige Entfernung von taubem Material und Verunreinigungen liefern die Sortierer eine deutlich gleichmäßigere und besser vorhersehbare Beschickung für die nachgeschaltete Nassaufbereitung.“
Die Verringerung des Anteils an taubem Material in den nachgelagerten Prozessschritten trägt dazu bei, den Verbrauch von Energie, Wasser und Reagenzien zu reduzieren, und unterstützt damit sowohl die Betriebseffizienz als auch übergeordnete Nachhaltigkeitsziele.
Mehr Flexibilität bei der Ressourcennutzung durch die Verarbeitung komplexer Kontakterze
Einer der wichtigsten langfristigen Effekte der Erzsortierung in Pilgangoora ist das deutlich gestiegene Vertrauen in die Verarbeitung komplexer Kontakterze. Material, das zuvor als schwierig oder wirtschaftlich grenzwertig galt, kann heute mit deutlich höherer betrieblicher Sicherheit in die Aufbereitungsstrategie integriert werden. Dadurch erweitert sich die nutzbare Rohstoffbasis erheblich.
Tim Johns, Plant Metallurgist bei PLS
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„In einem großtechnischen Betrieb wie diesem ermöglicht uns die Beherrschung der Erzvariabilität, Produktionsziele und Ausbringung zuverlässig zu erreichen und gleichzeitig die geforderten Produktspezifikationen unserer Kunden einzuhalten“, erklärt Tim Johns, Plant Metallurgist bei PLS. „Konstanz ist der Schlüssel zu hoher Produktqualität und stabilem Anlagenbetrieb.“
Über die unmittelbaren Vorteile in der Aufbereitung hinaus hat diese Flexibilität auch erhebliche langfristige Auswirkungen auf die Minenplanung. Material, das zuvor verschnitten, zwischengelagert oder selektiv behandelt werden musste, kann heute mit größerer betrieblicher Sicherheit in den Prozesskreislauf integriert werden. Dadurch entstehen neue Möglichkeiten, die langfristig einen höheren Wernt schaffen als kurzfristige Effizienzgewinne allein.
Datenbasierte Prozesssicherheit in einem volatilen Marktumfeld
In einem Lithiummarkt, der zunehmend von Volatilität und steigenden Kundenanforderungen geprägt ist, ist Prozesskonstanz zu einem strategischen Vorteil geworden. Die vom Sortierkreislauf generierten Daten schaffen Transparenz darüber, was tatsächlich am Anfang des Aufbereitungsprozesses geschieht. Beschickungseigenschaften, Ausschleusungsverhalten und Prozessstabilität werden dadurch messbar, anstatt nur abgeschätzt zu werden.
Diese Informationen fließen in betriebliche Entscheidungen, Verschnittstrategien und die langfristige Planung ein. Gleichzeitig wird eine gleichbleibende Konzentratqualität zu einem wichtigen wirtschaftlichen Vorteil. Die Erzsortierung beeinflusst dabei nicht nur Produktionsmengen, sondern auch das Vertrauen – sowohl intern als auch bei Kunden –, ein Aspekt, der in einem zunehmend angespannten Marktumfeld immer wichtiger wird.
4 Großtechnische Erzsortierung mit TOMRAs Pilgangoora-P1000-Sortieranlage
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Enge Partnerschaft als Grundlage für langfristig stabile Anlagenperformance
Ein wesentlicher Faktor für die dauerhaft stabile Leistung der Sortieranlage ist die enge operative Zusammenarbeit zwischen TOMRA und PLS. Der umfassende technische Vor-Ort-Support in Kombination mit der Anbindung an das globale Remote-Netzwerk von TOMRA ermöglicht es, mögliche Störungen frühzeitig zu erkennen und zu beheben, bevor sie den Betrieb beeinträchtigen. Gleichzeitig konnte der Sortierkreislauf beim Übergang von der Inbetriebnahme in den kontinuierlichen Industriebetrieb laufend optimiert werden.
Die Zusammenarbeit von TOMRA mit Pilgangoora begann bereits 2017 mit umfangreichen Testarbeiten und Untersuchungen zur Erzcharakterisierung. Diese bildeten die Grundlage für die langfristige Integration der Erzsortierung in die sich kontinuierlich weiterentwickelnde Aufbereitungsstrategie des Standorts.
Mit dem Übergang des Sortierkreislaufs in den kontinuierlichen industriellen Betrieb wurden laufender technischer Support und Echtzeitoptimierung zu entscheidenden Faktoren für einen stabilen Anlagenbetrieb.
Dr. Xingshi Yang, Field Application Engineer bei TOMRA
© TOMRA
„Aus meiner Sicht ist die enge Zusammenarbeit zwischen TOMRA und PLS der wichtigste Erfolgsfaktor dieses Projekts“, erklärt Dr. Xingshi Yang, Field Application Engineer bei TOMRA. „Alle Sortierer sind an das Remote-Netzwerk von TOMRA angebunden, sodass sich unsere Spezialisten jederzeit auf die Systeme aufschalten können.“ Dieses integrierte Supportmodell hat dazu beigetragen, die Einführung der Technologie abzusichern und das Vertrauen in die Erzsortierung als stabilen und vollständig integrierten Bestandteil großtechnischer Lithiumaufbereitungsanlagen gestärkt.
Referenz für die nächste Generation der Lithiumaufbereitung
Mit dem weltweiten Ausbau von Hartgestein-Lithiumprojekten steigt auch der Bedarf an Aufbereitungsstrategien, die selbst unter zunehmend komplexen Lagerstättenbedingungen eine langfristige Betriebssicherheit gewährleisten können. Die Erfahrungen in Pilgangoora zeigen, wie sich die sensorbasierte Erzsortierung im großtechnischen Maßstab von einer neuen Technologie zu einem etablierten und verlässlichen Bestandteil moderner Lithiumaufbereitung entwickelt hat.
„Die Integration der Erzsortierung in den Prozesskreislauf verändert die Spielregeln“, erklärt Rech. „Dieses Maß an Konstanz und Zuverlässigkeit setzt neue Maßstäbe für die Branche und zeigt, dass sich Aufbereitungsprozesse deutlich effizienter gestalten lassen.“
Dr. Xingshi Yang mit Tim Johns an der Sortieranlage
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Mit mehreren Jahren Betriebserfahrung und der weltweit größten Lithium-Erzsortieranlage im industriellen Einsatz gilt Pilgangoora heute als maßgebliche Referenz für die zukünftige Auslegung großtechnischer Hartgestein-Lithiumbetriebe.
Das Projekt zeigt, dass Zuverlässigkeit, Prozesskonstanz und langfristige Flexibilität bei der Ressourcennutzung nicht länger nur Zielvorstellungen bleiben müssen, wenn Erzsortierung von Beginn an als integraler Bestandteil der Infrastruktur und nicht als experimentelle Zusatztechnologie betrachtet wird.
Die Pilgangoora-P1000-Sortieranlage im Betrieb
