Schüttgut effizient transportieren

Für die Förderung von Schüttgut wie Erz, Kohle, Kies oder Sand – zum Beispiel vom Bergwerk, von der Sandgrube oder vom Steinbruch zum Werk – benötigen Unternehmen effektive Möglichkeiten (Bild 1). Der Transport mit Lkw ist kostenintensiv und umweltbelastend. Eine wirtschaftliche Alternative sind Stetigförderer wie Mulden- oder Rohrgurtförderer. Mit der richtigen Auslegung können diese an die Umgebungsbedingungen vor Ort optimal angepasst werden. Umweltbeeinträchtigungen wie Staub, Geräusch­emissionen und Abgase werden minimiert oder sogar ausgeschlossen. Im Vergleich zu Lkw-Transporten lassen sich hohe Massenströme umsetzen. Der bauliche Aufwand dieser Anlagen ist selbst in schwieriger Umgebung gering.

 

Die BEUMER Gruppe entwickelt und implementiert solche Förderanlagen. Die BEUMER Gurtförderer werden als geschlossene Rohrgurtförderer oder als offene Mulden­gurt­förderer eingesetzt. Die BEUMER Rohrgurtförderer eignen sich zum Beispiel für pulvrige Produkte und bei steilen Streckenführungen, die offenen Muldengurtförderer kommen bei robusten oder grobstückigen Produkten zum Ein­satz. Durch ihre Linienführung überwinden die Gurtförder­anlagen zerklüftetes Gelände und andere Hindernisse, wie Flüsse, Straßen, Gebäude oder Schienen (Bild 2). Das führt zu immensen Einsparungen bei den Erdbewegungsarbeiten, kostenintensive Übergabestellen werden weitestgehend vermieden. Dabei können sich auch Horizontal- und Vertikal­kurven in der Streckenführung überlagern.

 

Die Rohrgurtförderer eignen sich besonders, wenn große Steigungs- oder Neigungswinkel zu überwinden sind und für höherwertiges oder pulvriges Fördergut. Denn innerhalb des geschlossenen Systems fällt das Material nicht zurück und die gute Abdichtung ermöglicht einen staubfreien Transport. Sie werden auch bei besonders engen Kurvenradien eingesetzt, da sie eine bessere Kurvengängigkeit aufweisen als die Muldengurtförderer. Muldengurtförderer dagegen erreichen größere Volumen- und Massenströme und verbrauchen weniger Energie. BEUMER realisierte bereits Gurt­förderanlagen mit Achsabständen von mehr als 10 km. Die Motoren in diesen Anlagen lassen sich so regeln, dass eine optimale Belastungsverteilung im Gurt bei allen Betriebszuständen ermöglicht werden kann. Je nach Gelände­topographie und Beladungszustand können die Anlagen auch im generatorischen Betrieb arbeiten. Die dabei gewonnene elektrische Leistung kann über eine Rückspeiseeinheit in das öffentliche Netz zurückgeleitet werden. So lassen sich die Energiekosten zum Betreiben der Gesamtanlage redu­zieren.

 

Bei BEUMER Anlagen erreichen die Gurte eine hohe Lebensdauer von bis zu 20 Jahren. Der Grund dafür ist die optimale Auslegung der Streckenführung, der Antriebstechnik, des Spannsystems sowie die Anordnung der gurtführenden Tragrollen. Genaue Berechnungen der Tragrollenpositionen ermöglichen die Kurvengängigkeit des Gurtförderers. Ist die Anlage optimal ausgelegt, ist eine gleichmäßige Beanspruchung aller Komponenten sichergestellt und die Gesamtbelastung des Gurts wird minimiert. Die BEUMER Ingenieure optimieren in Abstimmung mit dem Kunden vor Ort den Streckenverlauf des Gurtförderers. Zudem entwickeln sie die gesamte Konstruktion und konzipieren die statischen Voraussetzungen für die Brücken und die Gurtförderanlage.

BEUMER Maschinenfabrik GmbH & Co. KG,

Beckum (D), Tel.: +49 2521 2428-0, www.beumer.com

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