„Nie gab es so viel zu tun“

Arbeitsgemeinschaft Bergbau & Aufbereitung gegründet

Am 4.11.2021 trafen sich ca. 30 Teilnehmer zur Eröffnungssitzung der neuen Arbeitsgruppe Bergbau & Aufbereitung des GKZ (Geokompetenzzentrum) Freiberg. „Die Verknüpfung beider Themen entspricht der Komplexität heutiger Rohstoffinwertsetzung“, gab Dr. Wolfgang Reimer, Geschäftsführer des GKZ, zu verstehen. Das GKZ bündelt auch hierzu Fachkräfte verschiedener Disziplinen und Spezialisierungen des Geomontanwesens aus Industrie, Fachverwaltungen und Wissenschaft, auch um Synergieeffekte zu erzielen.

Die vier Säulen des GKZ
© GKZ

Die vier Säulen des GKZ
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Die Leiter der Arbeitsgruppe, Dr. Marco Roscher, SAXORE Bergbau GmbH, und Prof. Lieberwirth, Institut für Aufbereitungsmaschinen Recyclingsystemtechnik an der TU BA Freiberg, gingen auf die wichtigsten Entwicklungen im Bereich Aufbereitung und Bergbau ein. So entscheidet heute der Energieverbrauch umso mehr über die Effektivität eines Bergwerkes, und dieser soll möglichst grün sein. Vor dem Hintergrund der aktuellen alternativen Energie- und Mobilitätskonzepte der Bundesregierung stellen sich zudem nicht nur Fragen zu deren Bereitstellung, sondern besonders zur Sicherung der Rohstoffe, die diese generieren und der Möglichkeit, den Bedarf auch durch einheimische Vorkommen zu decken.

Hierzu resümierte Dr. Reimer – ganz nach dem Motto einer Partei zur letzten Bundestagswahl (“Nie gab es so viel zu tun”) – die globalen Herausforderungen und Rahmenbedingungen auf Erzeuger- und Verbraucherebene, die die Inwertsetzung einheimischer Batteriemetallvorkommen begünstigen.

Stefan Loth, Geschäftsführer Volkswagen Sachsen, referierte zum Thema „Die Elektrifizierungsstrategie Volkswagen Sachsen“. In Rekordzeit von nur 2,5 Jahren erfolgte die schrittweise Modifizierung des VW-Werkes in Zwickau. Rund 1,2 Milliarden € wurden investiert, um das Werk in Zwickau als erstes großes Fahrzeugwerk komplett auf die Fertigung von Elektroautos umzustellen. Umfangreiche Schulungsmaßnahmen wurden für die rund 8000 Mitarbeiter ins Leben gerufen, um sie für die neuen Fertigungsprozesse fit zu machen. An den Plenarvortrag schloss sich eine lebhafte Diskussion an, unter anderem auch, wie die Fortschreibung des Sächsischen Rohstoffstrategie diesen Prozess in Sachsen optimieren kann.

Weitere Informationen zum GKZ, zur Arbeit und Mitgliedschaft unter www.gkz-ev.de.

www.GKZ.de

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