„Doggersand“-Gewinnung in der Oberpfalz mit ­Hyundai-Kettenbagger

Das 1948 gegründete Familienunternehmen Sand Adler mit heutigem Sitz in Schwaig bei Nürnberg fördert an vier Standorten (Dillberg, Gsteinach, Seelach und Mühllach) unterschiedlichste Sandqualitäten. In der Grube Dillberg, nahe dem oberpfälzischen Städtchen Postbauer-Heng, wird sogenannter „Doggersand“ gefördert - ein höchstwertiger Sand mit Körnungen von 0 bis 1 mm, der ausschließlich als Zuschlagstoff für die Ziegelindustrie verwendet wird - Hauptabnehmer ist der Ziegelproduzent Wienerberger.

Geschäftsführer Matthias Guttenberger setzt zum Lockern des Sandes einen Hyundai Hydraulikbagger HX330 NLC (Narrow Long Crawler, langes schmales Kettenfahrwerk mit 2990 mm Gesamtbreite – ideal zum Transport per Tieflader auf der Straße) mit 1,5-m3-Speziallöffel ein. Seine Aufgabe ist es, den Sand, der stellenweise in sehr harten Platten auftritt, zu lockern, große Sandbrocken auszulösen, um diese separat in einen Mobilbrecher aufzugeben.

„Wir suchten einen leistungsstarken und sparsamen Bagger in der 30-Tonnen-Klasse“, erklärt Guttenberg „hier sind wir mit dem Hyundai-Händler IBS Industrie- und Baumaschinenservice aus Röthenbach zusammengekommen, weil uns Beratung und Service zusagen.“ Der Bagger wird täglich acht Stunden eingesetzt - jährlich werden 12 000 bis 15 000 Tonnen Sand gefördert.

Wer bei Sand an ein homogenes Baumaterial denkt, ist bei Doggersand auf der falschen Fährte. Das durch Sedimentierung zusammengebackene urzeitliche Material ist sehr hart und kann nur mit Sprengung oder Reißzahn gelöst werden. Beim Löffel setzt man deshalb auf spezielle Esco-Zahnsysteme, die besonders widerstandsfähig sind. Bei Sand-Adler sind an den vier Standorten sieben Radlader und nun der 33-Tonnen-Bagger im Einsatz. Mit diesem Schlüsselgerät in der Gewinnungskette, wird bis auf die Winterpause ganzjährig gearbeitet.

Mit der HX-Serie (Einsatzgewichte von 14 bis 52 Tonnen) führt Hyundai Heavy Industries eine neu konzipierte Serie moderner ergonomischer und leistungsstarker Hydraulikbagger ein. Stufe IV-Motoren sowie ein neues Design überzeugen ebenso wie umfangreiche Neu- und Weiter-entwicklungen bei Kabine, Komponenten und Bedienung. Wichtiges Merkmal aller HX-Hydraulikbagger ist die um bis zu 4 dB im Innenraum leisere und 13 % größere Kabine. Sie ist bestimmendes Designelement und gibt den HX-Geräten ein unverwechselbares Aussehen mit hohem Wiedererkennungswert.

Im Mittelpunkt der Weiterentwicklungen steht der Fahrer mit seinen Ansprüchen an Komfort und Sicherheit. Die neue ROPS-/FOPS-Kabine wird auf besonders gut isolierenden Dämpfern montiert, welche die Schwingungen am Fahrerplatz deutlich reduzieren. Fahrersitz und Bedienkonsolen mit Joysticks sind eine Einheit, die sich automatisch auf das Fahrergewicht einstellen.

Das kapazitive Touchscreendisplay wurde auf 8 Zoll vergrößert. Hier hat der Fahrer die Möglichkeit, zahlreiche Parameter in übersichtlichen und intuitiv geführten Menüpunkten einzustellen. Zwei Ansichten und drei Modi sind abrufbar. Neben Anzeigen und Schaltern lassen sich viele Einstellungen sehr einfach mit einblendbaren Schiebereglern bequem einstellen und mit minimalem Aufwand anpassen. Um dem Fahrer effizientes Arbeiten zu erleichtern, verfügt das Display über eine große farbige ECO-Anzeige. Farbige Balken im Drehzahlmesser signalisieren die Effizienz - grüner Balken bedeutet effizientes Arbeiten, rot entsprechend hoher Kraftstoffverbrauch und Verschleiß. Drei Arbeitsmodi ECO, Standard und Power sind in der Steuerung hinterlegt und lassen sich per Knopfdruck anwählen.

In einer Bibliothek lassen sich per Touchscreen Ölmenge und -druck von bis zu 20 Anbaugeräten hinterlegen (Hyundai nennt dies EPPR-Funktion, EPPR steht für: Electronic Proportional Pressure Reduce Valve). Für besonders anspruchsvolle Anbaugeräte lässt sich die hydraulische Förderleistung durch das Zusammenschalten von zwei Pumpen steigern - auch diese Konfigurationsdaten werden zusammen mit Druck und Ölliefermenge im Hyundai-System hinterlegt. Ein Feature, das besonders im Abbruch sehr wichtig ist. Hier wird permanent zwischen Hammer, Schere, Pulverisierer, Sortierlöffel u.a. gewechselt.

Sicherheit hat bei Hyundai-Produkten höchste Priorität. Die Rückfahrkamera ist serienmäßig eingebaut. Optional liefert Hyundai das System AAVM (Advanced Around View Monitoring – verbesserte Rundumsicht): Hierbei erscheint auf dem Display eine 360-Grad-Rundumsicht, zusammengesetzt aus den Bildinformationen von vier am Bagger montierten Kameras. Mit dem ebenfalls erhältlichen Überwachungssystem IMOD (Intelligent Moving Objects Detection) werden Objekte erkannt, die sich rund um den Bagger bewegen, und auf dem Touchscreen visualisiert.

www.ibs-maschinen.de
www.hyundai.eu

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