Ressourceneffizienz

Eisenerz- und Pelletierungstechnologie

Der beständige Bedarf an Eisenerz führt zu der Notwendigkeit, auch minderwertige Lagerstätten abzubauen. Der verminderten Qualität der natürlichen Ressourcen stehen wirtschaftliche, ökologische und technologische Restriktionen gegenüber, die eine Aufbereitung des gewonnenen Eisenerzes erfordern. Eine Anreicherung des Eisenerzes kann durch die Abtrennung unerwünschter Bestandteile erreicht werden.

Diese Anreicherung von Eisenerz stellt in der Stahlproduktion einen signifikanten Verfahrensschritt dar. Bei der Anreicherung wird der größte Teil der Gangart abgetrennt. Dadurch werden Transportkosten reduziert und die Produktionsrate von Hochofen und Direktreduktionsanlage gesteigert. Da das bis zur Aufschlusspartikelgröße zerkleinerte Eisenerzkonzentrat weder transport- noch gebrauchsfähig ist, muss es agglomeriert werden. Die Aufbauagglomeration von Eisenerzkonzentrat im Pelletierteller ist daher ein unverzichtbarer Bestandteil der Aufbereitung von Eisenerz.

SCARABAEUS Pelletierteller von HAVER & BOECKER ­NIAGARA werden zur nachhaltigen und effizienten Herstellung von Eisenerz-Pellets eingesetzt. Der Aufbau der Anlage minimiert die Kreislaufmassenströme und erhöht damit die Produktivität und Wirtschaftlichkeit. Die mit dem SCARABAEUS produzierten Eisenerz-Pellets zeichnen sich durch eine sehr enge Partikelgrößenverteilung mit einer für Direktreduktionsprozesse wichtigen Zielgröße von 10 – 14 mm aus.

Das pulverförmige Aufgabematerial wird unter Verwendung von Wasser als flüssigem Bindemittel zu Pellets geformt. Die optimalen Betriebsparameter lassen sich durch Veränderung der Neigung, der Drehzahl, des Massenstroms und jetzt auch der Randhöhe dank der innovativen automatischen Pelletiertellersteuerung einstellen. Die integrierte Kamera sorgt für eine kontinuierliche Überwachung der Qualität der Pellets. Um die besten Lösungen für die Kunden zu entwickeln und zu ermitteln, welches Verfahren für ihr Eisenerz und ihre Anforderungen an die Pellets am besten geeignet ist, werden am An-Institut der TU BERGAKADEMIE Freiberg – HAVER ENGINEERING GmbH – Pelletieruntersuchungen durchgeführt. Dabei besteht das Hauptziel darin, einen Mehrwert für die Kunden durch nachhaltige technisch fundierte Lösungen, perfekte Qualität, garantierte Zuverlässigkeit und absolute Flexibilität zu schaffen.

Das SCARABAEUS-Verfahren erzeugt eine höhere Produktion durch ­Minimierung des Materialrücklaufs und vermeidet die doppelte Verarbeitung von Über- und Unterkorn durch automatische Maschinenparametereinstellungen, die sich auch an schwankende Materialeigenschaften des Aufgabematerials anpassen können. Das SCARABAEUS-Verfahren erzeugt Pellets von so hoher Qualität, dass sie für den Direktreduktionsprozess verwendet werden können. Dies führt im Gegenzug zu CO2-Emissionseinsparungen und minimiert damit die Auswirkungen auf die Umwelt.

Pelletieren – warum?

Die ungebrochene Nachfrage nach Eisenerz führt zum Abbau von Lagerstätten mit geringen Eisenerzgehalten. Die verminderte Qualität der natürlichen Ressourcen steht im Gegensatz zu den ökonomischen, ökologischen und technologischen Einschränkungen, die eine intensive Aufbereitung des Eisenerzes erfordern. Eine Anreicherung der Eisenkomponenten wird durch die Abtrennung unerwünschter Bestandteile erreicht.

Dazu ist es jedoch notwendig, das Erz auf die Aufschlusskorngröße zu zerkleinern und Sortierprozessen wie Magnetabscheidung und Flotation bereitzustellen. Um die Prozess- und Produkteigenschaften der feinkörnigen Eisenerzkonzentrate zu verbessern, ist es erforderlich, diese Konzentrate zu agglomerieren. Die Pelletierung von Eisenerzkonzentraten in Pelletiertellern führt zu einer engen Partikelgrößenverteilung der Pellets sowie glatten Pelletoberflächen.

Pelletieren – wie?

Die Prozesskammer eines Pelletiertellers besteht aus einem geneigten, rotierenden, flach-zylindrischem Behälter. Durch die Rotation des Prozessraumes wird das feine Material bis zum obersten Punkt des Tellers mitgenommen und rollt anschließend auf einem Materialbett ab. Durch die spezielle Bewegung des Materials selbst und die Zugabe von Wasser auf das Material kommt es durch die Einstellung des Pelletiertellers zur Keimbildung und zum Wachstum. Typischerweise werden Pellets mit einer sehr engen Par­tikelgrößenverteilung kontinuierlich über den Rand des ­SCARABAEUS® 7500 ausgetragen.

www.haverniagara.com

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