Beladung in Rekordzeit

LKW-Entlader zur schnellen Aufgabe von Schüttgütern

1 Sattelauflieger fahren im Wechsel direkt an den McCloskey MTD50R heran. Aufnahme und Verladung des Schüttguts durch den Truck Unloader erfolgen ohne zeitaufwendigen Zwischenschritt
© APEX Fördertechnik

1 Sattelauflieger fahren im Wechsel direkt an den McCloskey MTD50R heran. Aufnahme und Verladung des Schüttguts durch den Truck Unloader erfolgen ohne zeitaufwendigen Zwischenschritt
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D‌ie Effizienz des Güterumschlags für den Schifftransport ist primär durch die Geschwindigkeit des Verladevorgangs bestimmt, da die Liegezeiten im Hafen einen maßgeb­lichen Kostenfaktor darstellen. Üblicherweise werden originäre Schüttgüter wie Recyclingmaterial, Sande, Kiese oder Kohle nahe der Anlegestelle abgekippt, um diese in einem separaten Arbeitsschritt mittels Seilbaggern zeitaufwendig auf ein Güterschiff zu verladen. Der Materialumschlag mit einem Kranbagger hat sich aufgrund des vergleichsweise hohen Kosten- und Betriebsaufwands als relativ unpraktikabel erwiesen.

 

2 Die Länge/Höhe des raupenmobilen Truck Unloader MTD50R mit eingefahrenem Austragsband beträgt 19,8 m / 3,6 m – im Einsatz beträgt dessen Arbeitslänge 27,9 m bei einer variablen Höhe von bis zu 7,9 m
© APEX Fördertechnik

2 Die Länge/Höhe des raupenmobilen Truck Unloader MTD50R mit eingefahrenem Austragsband beträgt 19,8 m / 3,6 m – im Einsatz beträgt dessen Arbeitslänge 27,9 m bei einer variablen Höhe von bis zu 7,9 m
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Apex Fördertechnik liefert mit dem MTD50R Truck Un­loader von McCloskey eine Fördereinrichtung, die in der Lage ist, Schüttgüter aus einem Sattelauflieger direkt zu übernehmen und in einem Arbeitsgang auf ein Güterschiff zu verladen. „Wir haben mit McCloskey bereits zahlreiche Tests gefahren, den Güterumschlag von Lande zu Wasser grundlegend zu vereinfachen“, erklärt Rolf Lieben, Geschäftsführer von Apex Förder­technik aus Geilenkirchen. „Einer unserer Kunden äußerte dann die konkrete Zielvorstellung, mit dieser mobilen Förderanlage 300 t Asphaltaufbruch pro Stunde vom LKW auf ein Frachtschiff zu verladen. Im Ergebnis haben unsere Testläufe mit dem neuen MTD50R Truck Unloader gezeigt, dass sogar eine Umladung zwischen 450 und 500 t Aufgabematerial pro Stunde möglich sind. Dieses Ergebnis übertraf nicht nur deutlich die genannte Zielvorgabe, sondern verdoppelt in der Tat die Aufgabemenge, die sonst mit einem herkömmlichen Seilbagger in der Stunde erzielt würde. Auf diese Weise lässt sich die Liegezeit des Güterschiffs effektiv halbieren.“

 

Ohne zuvor Material an der Anlegestelle abzukippen und dieses anschließend erneut aufnehmen zu müssen, bietet das Umladen via Truck Unloader einen erheblichen Zeitvorteil. Der mobile Förderer wird direkt an der Anlegestelle positioniert, der Sattelauflieger fährt rückwärts an die Maschine heran und lädt das Material direkt in den Aufgabebunker. Der hochbelastbare Stahltrichter ist 2,20 m breit und ermöglicht die Aufnahme von bis zu 20 m³ in der Standardausführung. Über das schwenk- und ausfahrbare Austragsband lässt sich das Aufgabematerial nach Bedarf weit in das Schiff hinein verladen – sogar ein Absenken des Förderbandes auf bis zu 10 ° ist hier möglich, um die Reichweite maximieren zu können. Unter Berücksichtigung lokaler Besonderheiten wie ausgefallenen Relinghöhen oder extremen Wasserständen lässt sich das Austragsband zudem auf eine Abwurfhöhe von bis zu 6,50 m anheben. Eine unter der Anlage befindliche Auffangwanne verhindert ein unkontrolliertes Herausfallen von Schüttgütern.

 

„Die Resonanz unserer Kunden zum MTD50R Truck Un­loader von McCloskey ist durchweg positiv. Das liegt zum einen am hohen Durchsatz durch die geringen Entladezeiten von nur 3 Min. pro LKW, zum anderen haben wir die Entlademaschine in Einzelfällen auf individuelle Kundenwunsch hin mit zusätzlichen Vorrichtungen versehen, die für ein hohes Maß an Sicherheit sorgen“, erklärt Lieben. „Angefangen beim installierten Untergurtschutz, um zu verhindern, dass bei der Aufgabe Material ins Wasser fallen könnte, über eine Einhausung mit Plane über dem Beschickungsbereich bis hin zu Bedüsungseinrichtungen an den Übergabepunkten – falls es mal besonders trocken ist.“

www.apex-foerdertechnik.de

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