Von der Software bis zum Koloss aus Stahl

Ein paar Gramm oder auch einige hundert Tonnen wiegen die Produkte, die das Gelände der SKM GmbH im sächsischen Boxberg verlassen. In den letzten Jahren fertigte das Unternehmen etwa einen 36 m langen und 14 m hohen Schwenkkratzer (Bild) für die Salzindustrie in Sachsen-Anhalt sowie vier riesige Schwingsiebe für Indiens zweitgrößten Stahlproduzenten, der damit Eisenerz nach Körnung sortiert. Sachsens Konstruktive Maschinenbauer (SKM) liefern selbst bei Großprojekten alles aus einer Hand: Bis zur letzten Schraube planen, bauen, montieren und programmieren die Mitarbeiter die Anlagen einschließlich aller Extras und nehmen sie nach Prüfung vor Ort in Betrieb. Nachdem die Vorgängerfirma KMS 2002 Insolvenz angemeldet hatte, gründete sich sechs Wochen später auf demselben Areal die SKM. 2004 übernahm Lothar Kubitz, geschäftsführender Gesellschafter der SKM, 100  % der Anteile und baute das Geschäft von Grund auf neu auf. Die SKM sieht ihre Kernkompetenz in der Entwicklung von Großgeräten für den Berg- und Tagebau sowie von intelligenten Fördersystemen für Schütt- und Stückgüter – neben der erforderlichen Programmierung und Prozessautomatisierung. Mögliches Expansionsziel ist Nordrhein-Westfalen. Insbesondere für Firmen, die im Rheinischen Braunkohlerevier zwischen Köln und Aachen im Tagebau, in der Energieversorgung oder in der weiterverarbeitenden Industrie arbeiten, dürften die Produkte aus der Lausitz interessant sein. In die Projekte fließen zudem neueste Erkenntnisse aus der Wissenschaft ein. Die SKM ist durch Kooperation mit den Hochschulen Dresden, Cottbus, Zittau, Bautzen, Senftenberg und Görlitz technologisch am Puls der Zeit. In Nordrhein-Westfalen kann man sich ebenfalls eine enge Zusammenarbeit mit TU und Forschungsinstituten vorstellen.

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