Im Fokus: Sicherer Betrieb von Gurtförderanlagen
27.02.2026Auf der SOLIDS 2026 wird der steute-Geschäftsbereich Controltec Lösungen für den sicheren und zuverlässigen Betrieb von Gurtförderbändern vorstellen: Seilzug-Notschalter in Heavy-Duty-Ausführung, Bandschieflaufschalter in konventioneller kabelgebundener Ausführung sowie als Funkschaltsystem und eine einfach zu installierende Bandrissüberwachung.
steute-Produkte für die Fördertechnik an einem Miniatur-Funktionsmodell
© steute
Die Seilzug-Notschalter der Serie ZS 92 S bewähren sich weltweit in der Gewinnungstechnik sowie im Untertagebetrieb, z. B. im Tunnelbau. Sie lassen sich flexibel installieren und decken Gefahrenbereiche bis zu einer Länge von 200 m ab – nach dem Grundsatz: ein Zug am Seil, und das Band wird sicherheitsgerichtet zum Stillstand gebracht. Konstruktionsmerkmale wie die Mehrfachbeschichtung des robusten Aluminium-Druckgussgehäuses schaffen die Voraussetzung für einen störungsfreien Betrieb unter widrigen Bedingungen. Und durch den Einsatz von speziellen Seilführungen mit innenliegenden Rollen können auch nicht-lineare Gefahrenbereichen abgesichert werden.
Auf der gleichen robusten Gehäusebaureihe basiert der Bandschieflaufschalter ZS 92 SR. Sein Betätigungshebel detektiert einen Schieflauf, der bei ungleichmäßiger Beladung des Bandes entstehen kann. In diesem Fall veranlasst der Schalter – je nach Art der Einbindung in die Steuerung – den Stopp der Bandanlage oder eine Korrektur des Bandlaufs. Damit wird ein Abwurf von Fördermaterial mit Stillstand und aufwändigem Wiederanlauf zuverlässig vermieden.
Neu im Heavy-Duty-Programm der steute-Schaltgeräte für die Fördertechnik ist eine funkgesteuerte Variante dieses Bandschieflaufschalters. Dabei kommt eine von steute für Industrie-Anwendungen entwickelte sWave-Funktechnologie zum Einsatz. Sie bietet gerade in Gewinnungsbetrieben klare Vorteile, weil der Verkabelungsaufwand entfällt und auch keine Leitungen z. B. von Arbeitsmaschinen überfahren und beschädigt werden können. Erste Anwendungen z. B. in einem Kieswerk bestätigen die Praxistauglichkeit des Funkschaltsystems bei Reichweiten bis zu 400 m. Eigens für solche Anwendungen hat steute eine Outdoor-Antenne entwickelt.
Als weitere Maßnahme zur Gewährleistung der Ausfallsicherheit von Gurtförderanlagen bietet sich eine Bandrissüberwachung an – eine Neuheit im steute-Programm, die ebenfalls auf dem Prinzip des Seilzugschalters aufbaut. Knapp unterhalb des Förderbandes und quer zur Förderrichtung wird ein Seil gespannt, dessen Spannung von einem kompakten Seilzugschalter der Serie ZS 71 überwacht wird.
Wenn ein Fremdkörper oder Schüttgut das Band durchdringt und sich mit der Laufrichtung des Bandes weiterbewegt, wird das Seil ausgelenkt. Daraufhin löst der Seilzugschalter aus und sendet ein Signal an die Anlagensteuerung, die einen sofortigen Stopp der Förderanlage veranlasst und damit weitere Schäden verhindert. Eine miniaturisierte Sicherheits-Abreißkupplung trennt den Schalter in diesem Fall vom Seilsystem. Je nach Anwendungsbedingungen erfolgt die Überwachung durch ein System (mit zwei Umlenkungen) oder mit zwei parallel montierten Systemen (mit jeweils einer Umlenkung).
Alle vier Schalt-, Sicherheits- und Überwachungssysteme – Seilzug-Notschalter, leitungsgebundene und Funk-Bandschieflaufschalter und Bandrissüberwachung – werden in Dortmund „live“ an einem Gurtförderband-Exponat vorgestellt.
Stand 5-Q32
