TOMRA Mining unterstützt Soma Gold bei Aufwertung von mineralisiertem Material in Kolumbien

Soma Gold Corp. optimiert die Aufbereitung von mineralisiertem Material an ihrem Standort El Bagre in Kolumbien durch den Einsatz der sensorgestützten Sortiertechnologie von TOMRA Mining. Die Lösung kombiniert XRT-Technologie mit künstlicher Intelligenz (OBTAIN™ und CONTAIN™), um die Prozesseffizienz zu steigern und den Materialwert zu erhöhen.

COM Tertiary XRT
© TOMRA

COM Tertiary XRT
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Soma Gold: wachsender Goldproduzent in Kolumbien

Soma Gold Corp. ist ein Goldbergbauunternehmen, das sich auf Exploration, Entwicklung und Produktion in Kolumbien konzentriert. Die Aktivitäten des Unternehmens sind in der Region Antioquia gebündelt und zielen auf eine kontinuierliche Optimierung der Anlagenleistung bei gleichzeitig hoher operativer Effizienz und Ressourcennutzung ab. Am Standort El Bagre verarbeitet Soma goldhaltiges Material sowohl aus eigenen Minen als auch aus Drittquellen. Dies erfordert einen flexiblen und effizienten Umgang mit variierenden Aufgabematerialeigenschaften und Gehalten.

Verbesserung der Materialausnutzung und Reduzierung der Prozesslast

Wie viele Goldbetriebe steht auch Soma vor der Herausforderung, variierende Eigenschaften des Aufgabematerials zu beherrschen und gleichzeitig einen stabilen und effizienten Anlagenbetrieb sicherzustellen. Eine zentrale Zielsetzung ist die Reduzierung des Anteils nicht werthaltigen Materials im Aufbereitungskreislauf, insbesondere in energieintensiven Prozessstufen wie Zerkleinerung und Mahlen. Durch die frühzeitige Abtrennung von Abfallmaterial zielt das Unternehmen darauf ab, die Konsistenz des Aufgabematerials zu verbessern, die nachgelagerte Kapazität zu optimieren sowie unnötigen Verschleiß und Energieverbrauch zu reduzieren.

Mark Bren, VP Operations bei Soma
© TOMRA

Mark Bren, VP Operations bei Soma
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„Die Testarbeiten haben bestätigt, dass die sensorgestützte Sortierung eine zentrale Rolle für ein effizienteres Management unseres Aufgabematerials spielen kann. TOMRA hat unter modellierten Anlagenbedingungen konsistentere und zuverlässigere Ergebnisse erzielt. Durch die frühzeitige Abtrennung von Abfallmaterial und die Anreicherung des wertvollen Materialstroms sehen wir ein klares Potenzial zur Verbesserung der Gesamtanlagenleistung“, erklärt Mark Bren, VP Operations bei Soma.

XRT-Technologie und KI-gestützte Sortierung als strategische Lösung

Im Zentrum der Lösung steht die Röntgentransmissions-Technologie (XRT) von TOMRA Mining. Sie ermöglicht die Differenzierung von Material anhand seiner atomaren Dichte und damit eine präzise Trennung von mineralisiertem und nicht werthaltigem Material.

Das bei Soma eingesetzte System kombiniert Dual-Energy-XRT-Sensorik mit fortschrittlichen Algorithmen der künstlichen Intelligenz, um eine hochpräzise Partikelklassifizierung zu erreichen. Die neuesten Entwicklungen von TOMRA, OBTAIN™ und CONTAIN™, spielen dabei eine zentrale Rolle. OBTAIN™ ermöglicht eine auf Deep Learning basierende Partikelklassifizierung und gewährleistet eine hochpräzise Sortierung auf Einzelpartikelebene auch bei hohen Durchsätzen. Dies sichert eine konsistente Leistung unabhängig von der Bandbelegung. CONTAIN™ wurde für komplexe Einschlusstypen entwickelt und nutzt fortschrittliche neuronale Netze, um wertvolle Mineralisierung zu erkennen, die im Wirtsgestein eingebettet ist und mit konventionellen Methoden schwer identifiziert werden kann.

„Für uns liegt der Mehrwert nicht nur in der Aufwertung des Materials, sondern auch in der Verbesserung des gesamten Anlagenbetriebs. Wenn wir nicht werthaltiges Material frühzeitig abtrennen, können wir die nachgelagerte Kapazität optimieren und das mineralisierte Material effizienter verarbeiten“, ergänzt Bren.

Testarbeiten bestätigen Aufwertung und Rückgewinnungsleistung

Zur Bewertung des Einsatzes dieser Technologie führte Soma ein Benchmark-Testprogramm im TOMRA Test Center in Wedel/Deutschland durch. Dabei wurde repräsentatives Material aus den kolumbianischen Betrieben verwendet. Die Ergebnisse zeigten eine klare Aufwertung des Materials und bestätigten die Leistungsfähigkeit der Technologie. Im Rahmen des Testprogramms wurde Material über verschiedene Korngrößenbereiche und Materialtypen hinweg untersucht. Die Ergebnisse bestätigten die Robustheit des Systems unter variierenden Aufgabebedingungen. Besonderes Augenmerk lag auf anspruchsvollen Szenarien, darunter kleine Partikelgrößen und hohe Bandbelegung, in denen das System eine präzise Detektion und zuverlässige Sortierergebnisse zeigte.

„Ausschlaggebend war nicht nur der erreichte Aufwertungsgrad, sondern auch die Konsistenz der Ergebnisse über verschiedene Materialtypen und Korngrößenfraktionen hinweg. Das hat uns die Sicherheit gegeben, die Implementierung voranzutreiben“, ergänzt Bren. „Die Testarbeiten haben zudem gezeigt, dass sensorgestützte Sortierung in der Lage ist, Material mit geringerem Wert effizient von mineralisierten Materialströmen zu trennen und damit eine kontrolliertere und optimierte Prozessführung zu ermöglichen“, erklärt Fernando Romero, TOMRA Mining.

Fernando Romero, TOMRA Mining

Fernando Romero, TOMRA Mining

Hohe Sortierleistung unter anspruchsvollen Bedingungen

Ein wesentlicher Differenzierungsfaktor, der während der Testarbeiten beobachtet wurde, ist die Fähigkeit des Sortierers, auch unter anspruchsvollen Betriebsbedingungen eine hohe Präzision aufrechtzuerhalten. Das System zeigte eine hohe Leistung sowohl im groben als auch im feinen Korngrößenbereich sowie bei hohen Materialströmen. Die Integration des Hochgeschwindigkeits-Auswurfsystems TS100 ermöglicht zudem eine deutliche Reduzierung des Druckluftverbrauchs – um bis zu 70 % – bei gleichzeitig präziser und zuverlässiger Trennung. Dies trägt sowohl zur Steigerung der Betriebseffizienz als auch zur Senkung der Betriebskosten bei.

Von den Testarbeiten zur Implementierung in El Bagre

Auf Basis dieser Ergebnisse hat Soma die nächste Projektphase eingeleitet und einen COM Tertiary XRT 1200 Sortierer bestellt. Dieser wird direkt in das Hauptprozessfließbild integriert, wodurch sich die Materialhandhabung verbessert und die Gesamtanlageneffizienz gesteigert wird. Die Integration des Sortierers in den kontinuierlichen Prozess ermöglicht eine effizientere Materialführung und verbessert die Gesamtleistung der Anlage. Als Bestandteil des Hauptprozessfließbilds trägt das System zu einem optimierten Materialfluss und einer erhöhten Prozessstabilität bei.

Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit DISMET, dem lokalen Integrationspartner von TOMRA, entwickelt und umgesetzt. Ziel ist die Auslegung und Implementierung einer Lösung, die auf die spezifischen Anforderungen des Standorts El Bagre abgestimmt ist.

Prozesskontrolle und Wertsteigerung

Ein wesentlicher Vorteil der sensorgestützten Sortierlösungen von TOMRA ist die Möglichkeit, Prozesskontrolle und Materialwert gleichzeitig zu verbessern. Durch die frühzeitige Abtrennung von nicht werthaltigem Material können Betriebe die Menge und Konsistenz des Aufgabematerials besser steuern und gleichzeitig den Wert des verarbeiteten Materialstroms erhöhen. „Durch die frühzeitige Abtrennung von Abfallmaterial lassen sich Variabilität und unnötige Prozesslast reduzieren, während gleichzeitig ein höherwertiger Materialstrom erzeugt wird. Dies wirkt sich direkt auf die Effizienz des Anlagenbetriebs aus“, ergänzt Romero. Durch die Kombination aus XRT-Sensorik, Deep Learning und präziser Auswurftechnologie ermöglicht TOMRA Bergbaubetrieben, Prozessbedingungen zu stabilisieren, unnötige Durchsätze zu reduzieren und zusätzlichen Wert aus Material zu erschließen, das andernfalls als marginal gelten würde.

Ausblick

Mit dem Fortschreiten der Implementierung am Standort El Bagre wird die sensorgestützte Sortierung voraussichtlich ein integraler Bestandteil der Betriebsstrategie von Soma. Durch die Kombination aus validierten Testergebnissen sowie fortschrittlicher XRT-Technologie und KI-gestützten Verfahren schafft das Unternehmen die Grundlage, um die Leistungsfähigkeit und Effizienz seiner kolumbianischen Betriebe weiter zu steigern.

www.tomra.com/mining

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