WESTKALK digitalisiert weiter

Präzision aus dem All für Steinbruchbetriebe

Die WESTKALK GmbH & Co. KG geht neue Wege in der Digitalisierung ihrer Steinbrüche und setzt dabei auf eine innovative, satellitengestützte Berechnung des Gesteinsvolumens. Gemeinsam mit dem Technologieunternehmen SOLAIN wurde ein neues Monitoring-System entwickelt, das auf hochfrequenten Satellitendaten und künstlicher Intelligenz basiert und eine kontinuierliche, standortunabhängige Überwachung ermöglicht.

Dr. Guido Mausbach, Technischer Leiter bei WESTKALK
© Westkalk

Dr. Guido Mausbach, Technischer Leiter bei WESTKALK
© Westkalk
Dr. Guido Mausbach, Technischer Leiter bei WESTKALK: „Über viele Jahre hinweg basiert das Monitoring im Steinbruch zur Berechnung der Gesteinsentnahme auf einer terrestrischen Vermessungsmethode. Diese erfordert manuelle Messungen im Gelände und ist mit erheblichem Zeitaufwand, sowie dem Einsatz von Personal in aktiven und teilweise schwer zugänglichen Steinbruchbereichen verbunden.“ Der Einsatz von Vermessungsdrohnen könnte diese Probleme lösen und brächte zudem Fortschritte in der Datenerfassung, ist jedoch operativ anspruchsvoll, da jeder Flug sorgfältige Planung, geeignete Wetterbedingungen und den Einsatz zertifizierter Piloten erforderte. Eine kontinuierliche Überwachung ließe sich so nur eingeschränkt realisieren.

Vor diesem Hintergrund entschied sich WESTKALK bewusst gegen eine schrittweise Optimierung bestehender Verfahren und für die Teilnahme an einem Pilotprojekt mit einem grundlegend neuen Ansatz. Mit der Umstellung auf satellitengestützte Volumenanalyse erfolgt das Monitoring heute vollständig „remote“ (ferngesteuert). Auf Basis hochauflösender Satellitendaten und KI-gestützter Geländemodellierung entstehen präzise und regelmäßig aktualisierte digitale Abbilder des Steinbruchs. Der Vergleich früherer und aktueller Geländemodelle ermöglicht eine genaue Berechnung des tatsächlich abgetragenen Materials. Mausbach: „Das schafft eine völlig neue Transparenz im Betrieb.“

So können nicht nur Gesteinsentnahmen berechnet werden, sondern auch die Produkthaldenvolumina erfasst und als 3D-Modelle abgebildet werden. Die kontinuierliche Analyse der Volumenveränderung liefert dabei verlässliche und reproduzierbare Daten, die durch Referenzmessungen validiert wurden. Veränderungen im Gelände werden nicht mehr nur visuell beurteilt, sondern quantitativ erfasst und anschaulich dargestellt, was zu einer Verbesserung der Planung und Steuerung des Abbaus führen kann.

Auch im Bereich der Arbeitssicherheit eröffnet die neue Technologie entscheidende Vorteile. Durch die automatisierte Analyse von Geländeneigungen lassen sich Standsicherheitsrisiken von Steinbruchböschungen frühzeitig erkennen und gezielt überwachen. Inspektionen können dadurch auf besonders relevante Bereiche konzentriert werden, während unnötige Aufenthalte in sensiblen Zonen vermieden werden.

Dr. Mausbach: „Insgesamt kann die neue Technologie die Überwachung der Betriebe bei WESTKALK grundlegend verändern. Die Verfügbarkeit kontinuierlicher Daten beschleunigt Entscheidungsprozesse und ermöglicht eine vorausschauende Planung.“ Gleichzeitig werde die Arbeitssicherheit im Betrieb erhöht und die finanzielle Transparenz gestärkt, da Betriebsdaten enger miteinander verknüpft werden können. WESTKALK plant die Einführung der neuen Technologie bei der Berechnung der Produkthaldenvolumina im Rahmen der nächsten Jahresinventur und setzt damit einen ersten wichtigen Impuls für eine moderne, effiziente und schonende Rohstoffgewinnung.

www.westkalk.de