Fusion der Rohstoff-Verbände

Seit dem 19.10.2011 sind die Aktivitäten der Bundesverbände der Gesteinskörnungsindustrie vollständig unter dem Dach des Bundesverbandes Mineralische Rohstoffe e.V. (MIRO) gebündelt (Bild). Nach einem Beschluss der Vorstände beider Verbände stellt der Bundesverband der Deutschen Kies- und Sandindustrie e.V. (BKS) seine Aktivitäten damit rückwirkend zum 01.07.2011 ein. Nach der Fixierung sämtlicher vertraglicher und satzungsrechtlicher Regularien äußert sich die deutsche Gesteinsindustrie nun erstmals seit mehr als 90 Jahren mit einer einheitlichen Stimme.

 

MIRO, weil Substanz entscheidet! Unter diesem in viel­facher Hinsicht treffenden Slogan hat die deutsche Gesteinsindustrie ihre Reihen im Sinne der organisierten Unternehmen der Naturstein-, Kies-, Sand- und Quarzsandindustrie geschlossen. Mit einer Stimme wird der Verband, der die mengenmäßig größte deutsche Rohstoffsparte vertritt, national und auf europäischer Ebene für die Interessen dieser so wichtigen Grundstoffindustrie – die unter anderem Roh- und Baustoffe für die wieder erstarkte Konjunkturlokomotive Bauwirtschaft liefert – eintreten. Dass der Zusammenschluss beider Verbände unter dem Dach von MIRO so reibungslos und in nur fünf von Fairness geprägten Verhandlungsrunden möglich wurde, dokumentiert den Willen beider Seiten, mit einer einzigen Stimme zu sprechen.

 

Mit den beiden Geschäftsstellen in Köln und Duisburg sowie den langjährig bewährten und an der Praxis gewachsenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist MIRO jetzt in der Lage, noch schlagkräftiger zu agieren. Die Produzenten verschiedener mineralischer Rohstoffkörnungen werden sich nicht mehr auseinander dividieren lassen wie in der Vergangenheit. MIRO steht dabei nicht nur für fachliche Stärke und für ein neues Selbstbewusstsein, sondern ist auch Markenzeichen mit wachsender Außenwirkung und breiterer Wahrnehmung. Für die Zukunft gilt: MIRO wird auf verschiedensten Ebenen für eine von Respekt geprägte Wahrnehmung der Branchenprobleme sorgen, weil letztlich nicht Ideen vom grünen Tisch, sondern Substanz entscheidet.

 

Der Verband spricht für rund 1300 Unternehmen mit ca. 2100 Werken in Deutschland, die ca. 29 000 Mitarbeiter beschäftigen. Der jährliche Umsatz der 1420 Kies- und Sandwerke liegt bei rund 1,4 Mrd. €, der Umsatz der 680 Natursteinwerke addiert sich auf 1,2 Mrd. €. Das entspricht einer Jahresproduktion von etwa 240 Mio. t Kies und Sand bzw. 208 Mio. t Naturstein.

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