Neues Verfahren zur Neutralisierung von Tagebauseen

Pilotprojekt

Beim Braunkohleabbau wird erheblich in den Wasserhaushalt einer Region eingegriffen, da für den Tagebau der Grundwasserspiegel bis unter das Kohleflöz abgesenkt werden muss. In Abhängigkeit des Chemismus der Deckgebirgsschichten kann beim anschließenden Wiederanstieg das Grundwasser in den entstandenen Tagebauseen durch Pyritverwitterung versauern. Grundwassersanierungsprojekte bemühen sich deshalb, das Grundwasserdefizit auszugleichen und die sauren Tagebaurestseen zu neutralisieren, damit sich Tiere und Pflanzen ansiedeln können.

Hierzu wird hauptsächlich Kalk zum Beispiel über Kalkschiffe mithilfe von Beregnungsanlagen in das Gewässer eingeleitet. Da dies jedoch nur mit einer geringen Vermischung erfolgt, sind größere Kalkmengen erforderlich, um den gesamten Wasserkörper zu behandeln. Als Alternative dazu hat die GMB GmbH das GSD-Verfahren entwickelt: Über getauchte Schwimmleitungen mit Düsen wird mit Kalk versetztes Seewasser in das Gewässer geleitet, dort gut gelöst und die natürliche Wasserzirkulation zur gleichmäßigen Verteilung der Suspension im See genutzt. In einem Pilotprojekt wurde das Verfahren erfolgreich...

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