Die MESDA S8H in der mineralischen Aufbereitung
25.02.2026 |In der modernen mineralischen Aufbereitung sind Durchsatzleistung und Trennschärfe untrennbar mit der energetischen Effizienz der Antriebssysteme verbunden. Angesichts schwankender Energiepreise und verschärfter Emissionsvorgaben rückt die Flexibilität des Antriebskonzepts in den Fokus. Mit der S8H präsentiert MESDA eine mobile Siebanlage, die durch eine intelligente Dual-Mode-Architektur den Spagat zwischen kraftvoller Autarkie im Steinbruch und hocheffizientem Elektro-Betrieb in stationären Anlagen meistert.
Die mobile Siebanlage MESDA S8H kombiniert Stage-V-konforme Dieseltechnik mit einer externen elektrischen Betriebsart für maximale verfahrenstechnische Flexibilität
© MESDA
Stage V als technologisches Fundament
Die Einhaltung der Verordnung (EU) 2016/1628 (Stage V) ist für moderne Aufbereitungsprojekte heute die technologische Basis. Die MESDA S8H ist mit einem 129 kW starken Dieselmotor ausgestattet, der speziell auf den Leistungsbereich zwischen 56 und 130 kW optimiert wurde.
Das technologische Herzstück umfasst:
- Ein hochpräzises Common-Rail-Einspritzsystem für optimale Verbrennung.
- Einen geschlossenen Abgasnachbehandlungsstrang inklusive Dieselpartikelfilter (DPF).
- Eine intelligente Motorsteuerung, die die Leistung dynamisch an die Last anpasst und so den Kraftstoffverbrauch minimiert.
„Stage V ist heute der gesetzte technologische Standard“, betont Geschäftsführer Herr Kallmeyer. „Entscheidend für den Betreiber ist jedoch, wie diese Basis mit maximaler Einsatzflexibilität verknüpft wird, um auf variierende Einsatzbedingungen reagieren zu können.“
Verfahrenstechnische Flexibilität durch Dual-Mode-Antrieb
Der eigentliche Marktvorteil der S8H liegt in ihrer Dual-Mode-Architektur. Im Gegensatz zu rein diesel-hydraulischen Systemen bietet die Anlage dem Betreiber die Wahl zwischen zwei hocheffizienten Betriebsarten:
- Autarker Dieselbetrieb: Ideal für abgelegene Steinbrüche oder Infrastrukturprojekte ohne Netzanbindung. Hier garantiert der Stage-V-Motor volle Mobilität und Unabhängigkeit.
- Elektrischer Netzbetrieb (Plug-in): In stationären Recyclinghöfen oder bei urbanen Bauprojekten kann die Anlage direkt über den externen Stromanschluss betrieben werden.
Bei einer maximalen Durchsatzleistung von bis zu 500 t/h bietet der elektrische Direktantrieb gerade bei konstanten Lastprofilen – wie sie für Siebanlagen typisch sind – erhebliche energetische Vorteile. Durch den Wegfall von Wandlungsverlusten und die Vermeidung von Teillastphasen des Verbrennungsmotors sinken die Betriebskosten im Elektro-Modus massiv.
Investitionssicherheit unter volatilen Rahmenbedingungen
Neben den Emissionsgrenzwerten spielen steigende CO₂-Abgaben und die Volatilität der Dieselpreise eine zunehmende Rolle bei der Projektkalkulation. Die Dual-Mode-Architektur fungiert hier als strategische Absicherung. Betreiber können kurzfristig auf die Preisniveaus der Energieträger reagieren oder regenerative Stromquellen nutzen, um den ökologischen Fußabdruck ihrer Produktion zu verbessern.
Zudem führt der elektrische Betrieb zu einem geringeren Wartungsaufwand, da mechanische Verschleißkomponenten des Verbrennungsmotors in diesen Phasen geschont werden, was die Gesamtverfügbarkeit der Anlage erhöht.
Fazit
Die MESDA S8H beweist, dass sich höchste Wirtschaftlichkeit und ökologische Verantwortung nicht ausschließen. Durch die Kombination aus bewährter Stage-V-Technik und dem zukunftsweisenden Elektro-Plug-in-Konzept setzt die Anlage neue Maßstäbe in Sachen Vielseitigkeit und Betriebskosteneffizienz in der mobilen Aufbereitungstechnik.
