Präzise Erfassung von Schüttgut-Beständen durch LiDAR

3D-LiDAR-Sensortechnologie, bisher vor allem als zentrale Technik für die Umfelderfassung selbstfahrender Autos bekannt, eignet sich auch bestens dafür, das Volumen von mineralischen Rohstoffen zu vermessen. Bisher war deren Messung oft ungenau, mit hohem Aufwand und erheblichen Kosten verbunden und wurde deshalb nur selten durchgeführt.

LiDAR-Sensoren ermöglichen die Vermessung von Schüttgut-Beständen
© Blickfeld

LiDAR-Sensoren ermöglichen die Vermessung von Schüttgut-Beständen
© Blickfeld
Mithilfe von 3D-LiDAR haben Betriebe entlang der Prozesskette von der Gewinnung bis zur Weiterverarbeitung von Rohstoffen nun eine Möglichkeit, jederzeit und sehr genau über ihre Bestände Bescheid zu wissen und die Daten in digitaler Form einfach in ihre IT-Systeme einzuspeisen. Damit verfügen die Unternehmen über eine viel bessere Planungsgrundlage als zuvor und können ihre Prozesse durch die weitere Digitalisierung ihrer Supply Chain effizienter gestalten.

Wie funktioniert das? LiDAR-Sensoren senden hunderttausende von Laserimpulsen pro Sekunde aus und berechnen aus der Zeit, die das zurückgeworfene Licht benötigt, um wieder im Sensor anzukommen, zentimetergenau den Abstand von Objekten, z.B. mineralischen Rohstoffen. Es wird ein feingliedriges digitales Netz über das Objekt gelegt, von dem mithilfe einer speziellen Software auf das Volumen und Gewicht geschlossen werden kann. Die Daten liegen in digitaler Form vor und können automatisiert in die IT-Systeme geleitet werden, wo sie den Mitarbeitern stets aktuell für Ihre Planung zur Verfügung stehen.

Sachtleben Technology setzt Blickfeld LiDAR-Sensoren ein, um Schüttgut-Bestände zu vermessen und so minutengenau und präzise einen Überblick über die tatsächlich vorhandene Produktmenge in Lagerhallen zu haben.

 

Herausforderung: Ungenaue Bestandsermittlung durch manuelle Messmethoden

Bisher wurde der Bestand äußerst ungenau oder mit sehr teurer Messtechnik erfasst. Dadurch war bei vielen Kunden von Sachtleben Technology vor dem Umstieg auf LiDAR-Technologie nicht klar, wie viel Material tatsächlich in ihren Hallen lagert. Ziel ist daher eine genaue Bestandsermittlung, um die Produktivität und Effizienz im Supply Chain Management der Unternehmen zu steigern.

 

Lösung: Volumenvermessung mit LiDAR ermöglicht Bestandsermittlung in Echtzeit

Um die Material-Bestände in Lagerhallen zu erfassen, werden Cube 1 LiDAR-Sensoren an Adapterplatten mit Netzwerk- und Stromanschluss an der Hallendecke befestigt. Die 3D-Daten, die die LiDAR-Sensoren generieren, geben zentimetergenaue Auskunft über Höhe, Breite und Tiefe der Schütthaufen. Auf Basis dieser Daten wird mit Hilfe einer Software-Lösung der Bestand in Masse berechnet.

Ein besonderer Vorteil der Blickfeld-Technologie ist zudem die unkomplizierte Registrierung der verschiedenen Punktwolken. Jeder Sensor gibt die erfassten Daten in einer so genannten Punktwolke aus, in der jeder Punkt x-, y- und z-Informationen beinhaltet. Die Fusion, oder Registrierung, mehrerer Punktwolken der in einer Halle platzierten Sensoren ermöglicht die Erfassung des gesamten Bestandes auf einmal.

"Wir haben einen laserbasierten 3D-Sensor gesucht, der kontinuierliche und detaillierte Daten für die Volumenvermessung von Schüttgut in einer Lagerhalle liefert. Mit dem Blickfeld Cube 1 haben wir einen kleinen, leichten, robusten und kostengünstigen LiDAR gefunden, der unsere Anforderungen genau erfüllt", sagt Quirin Kraus, Co-Founder & COO, Sachtleben Technology.

 

Ausblick: Weitere Branchen können von Volumenvermessung mit LiDAR profitieren

Neben der Installation der Sensoren zur Bestandserfassung in Hallen, können einige weitere Branchen von der Volumenvermessung mit LiDAR profitieren, beispielsweise in Hafenanlagen oder Kieswerken. Darüber hinaus könnte eine mobile Version der Anwendung auch etwa für Baustellen interessant sein, um den Aushub zu vermessen.

www.blickfeld.com

www.sachtleben-technology.com

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