Palmer lobt Film zum Bürokratieabbau: „Brillant, weil er die Kernthemen herausarbeitet“

Volles Haus, klare Botschaften und eine intensive Debatte: An der Urauffüührung des neuen Kampagnenfilms „Was nützen Scheine ohne Steine?“ des Bundesverbandes Mineralische Rohstoffe (MIRO) nahmen rund 40 Verbandsvertreter, Journalisten sowie Unternehmer aus der mineralischen Rohstoffbranche teil und diskutierten im Anschluss über die Folgen langwieriger Genehmigungsverfahren für zentrale Zukunftsprojekte in Deutschland.

Während der Filmpremiere
© MIRO

Während der Filmpremiere
© MIRO
Der Film des Kölner Regisseurs Søren Eiko Mielke widmet sich einem Thema, das politisch breit diskutiert, aber in der Praxis oft als schwer greifbar wahrgenommen wird: die Auswirkungen komplexer Verwaltungsverfahren auf Infrastruktur, Rohstoffversorgung und wirtschaftliche Entwicklung. Mit einer Mischung aus analytischer Schärfe und pointierter Leichtigkeit zeigt der Film, warum selbst politisch gewollte Projekte immer wieder ins Stocken geraten, und welche strukturellen Ursachen dahinterstehen.

Wenn Verfahren Fortschritt ausbremsen

Im Anschluss an die Vorführung diskutierten MIRO-Präsident Christian Strunk, der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer sowie weitere Beteiligte aus Praxis und Verband über mögliche Lösungsansätze.

Boris Palmer zeigte sich von der filmischen Umsetzung überzeugt: „Der Film ist brillant, weil er die Kernthemen der Bürokratie in Deutschland herausarbeitet.“ Zugleich kritisierte er, dass viele der entscheidenden Probleme zu wenig öffentliche Aufmerksamkeit erhielten. Der Film leiste hier einen wichtigen Beitrag. Bei ihm habe er „zig Déjà-vus allein aus der letzten Woche“ ausgelöst, etwa im Zusammenhang mit einem Regionalplan, der seit über 19 Jahren in Bearbeitung sei.

Breite Einigkeit: Mehr Pragmatismus, weniger Hürden

MIRO-Präsident Christian Strunk unterstrich die Notwendigkeit konkreter Veränderungen: „Wir müssen bei Genehmigungen besser und pragmatischer werden.“ Der Film mache deutlich, dass sich Deutschland angesichts großer Aufgaben wie Infrastrukturmodernisierung, Klimaschutz und Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit langwierige Verfahren und komplexe Regelwerke kaum noch leisten kann und vor allem auf mineralische Rohstoffe wie Sand, Kies und Naturstein angewiesen sei.

Moderator Rafael Binkowski hob die besondere Wirkung des Films hervor: „Ich habe noch nie so was Unterhaltsames zum Thema Bürokratieabbau gesehen.“ In der Diskussion bestand breite Einigkeit darüber, dass überflüssige Verwaltungsvorschriften konsequent überprüft und abgebaut werden müssen. Gefordert wurde ein „Mindset des Machens“ und eine neue Ermöglichungskultur.

„Was nützen Scheine ohne Steine?“ wurde vom MIRO sowie den Initiativen KiWi (Kieswirtschaft im Dialog) und zukunft niederrhein finanziert.

www.bv-miro.org

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